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Neurochemische Untersuchung

Was ist es?

Dabei handelt es sich um Laboruntersuchungen von Blut-, Urin- und gegebenenfalls auch Nervenwasserproben. Die erhobenen Werte (z. B. Leber-, Nierenwerte, Blutbild, Blutzucker, Schilddrüsenhormone) sollen vor und während der Behandlung von psychischen Störungen den richtigen Ablauf der Therapie gewährleisten.

Für welche Patienten ist sie geeignet?

Laboruntersuchungen werden bei allen Patienten gemacht. Denn körperliche Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen oder Entzündungen, wie sie z. B. für den Patienten unbemerkt nach einer Infektion auftreten, können eine der Ursachen für psychische Symptome sein oder diese verschlechtern.

Auch während einer medikamentösen Therapie werden regelmäßig Laborkontrollen durchgeführt. Die heute verordneten Psychopharmaka sind zwar im Allgemeinen gut verträglich, dennoch sollte man ihre Wirkungen auf den Organismus regelmäßig überwachen.

Was passiert dabei?

Dem Patienten wird Blut entnommen bzw. er gibt eine Urinprobe ab. Wenn nötig, führt man eine Lumbalpunktion durch. Dabei entnimmt der Arzt über eine dünne Punktionsnadel, die er auf Höhe der Lendenwirbelsäule in den Rückenmarkskanal sticht, Nervenwasser. Die Proben werden anschließend im Labor untersucht.

Die Kontrolle einer medikamentösen Behandlung erfolgt über Blutuntersuchungen –anfangs wöchentlich, später in größeren Zeitabständen. Außerdem muss gegebenenfalls die Medikamentenkonzentration (Therapeutisches Drug Monitoring) bestimmt werden, um die optimale Medikamentendosis einzustellen. Denn die Abbau- und Ausscheidungsprozesse von Psychopharmaka laufen bei jedem Menschen anders ab.