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Bildgebende Verfahren

Was ist es?

Über verschiedene bildgebende Verfahren lassen sich mithilfe von Röntgenstrahlen, Magnetwellen und/oder verschiedenen Markern Strukturen und Funktionen des Gehirns bildlich darstellen.
Für welche Patienten sind  sie geeignet?

Bildgebende Verfahren werden in der Diagnostik von psychiatrischen Störungen angewandt, wenn körperliche Erkrankungen des Gehirns ausgeschlossen werden müssen – oder um bei einem positiven Befund gezielt behandeln zu können. Denn hinter psychiatrischen Störungen können sich verschiedene organische Erkrankungen verbergen, u. a. Durchblutungsstörungen oder Entzündungen des Gehirns. 

Was passiert dabei?

Das hängt davon ab, welches bildgebende Verfahren angewandt wird.

  • Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes: Beide Verfahren erlauben dem Arzt eine sehr genaue Untersuchung der Struktur des Gehirns. Eine MRT hat gegenüber einer CT den Vorteil, dass sie mit Magnetwellen arbeitet und es keine Strahlenbelastung für den Patienten gibt. Zudem ist die Auflösung genauer und man kann mehr Details erkennen. Deshalb versuchen wir in der Regel eine MRT durchzuführen.

Die CT dauert ca. 15 Minuten, die MRT 20 bis 30 Minuten. Beide Verfahren sind für den Patienten schmerzfrei.

  • Single-Photonen-Computertomographie (SPECT) und Positronenemissionstomographie (PET): Mit diesen Verfahren können Stoffwechselvorgänge, die Wirkung von Medikamenten über Rezeptor-Besetzungen und die Durchblutung des Gehirns dargestellt werden. Vor der Untersuchung bekommt der Patient eine radioaktiv markierte Substanz intravenös verabreicht. Die Strahlenbelastung ist aber dank modernster Technik sehr gering und entspricht ungefähr der doppelten natürlichen Strahlenbelastung, die wir pro Jahr im Raum München haben. SPECT und PET dauern ca. eine Dreiviertel- bis eine Stunde. Die Injektion der Substanz kann etwas unangenehm sein, sonst sind die Verfahren schmerzfrei.


Welches bildgebende Verfahren im Einzelfall zum Einsatz kommt, bespricht der Arzt mit seinem Patienten ausführlich und klärt ihn auch genau über die jeweils nötige Untersuchung auf.