Projektgruppe Stammzellen

Leitung:

Dr. rer. nat. Sabrina Galinski


Schwerpunkt:

Stammzell-basierte Zellsysteme von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen


Schwerpunktbeschreibung:

Psychiatrische Erkrankungen unterliegen einer hoch-komplexen Genetik, wobei vermutlich multiple vererbliche Risikofaktoren aber auch spontan veränderte Abschnitte des Genoms beim Ausbruch der Erkrankung zusammenwirken. Genetische Modellsysteme mit vollständiger ‚Konstrukt-Validität‘ können daher nur von individuellen Patienten abgeleitet werden. Die Entwicklung der Reprogrammierungs-Technologie zur Herstellung sogenannter induzierter pluripotenter Stammzellen (iPSCs) aus Blutproben erwachsener Personen, in Verbindung mit Protokollen zur Differenzierung komplexer neuronaler Zellsysteme, bietet nunmehr diese Möglichkeit. Unser Ziel ist es, diese ‚personalisierten zellulären Modellsysteme‘ einzusetzen, um mit genetischen Reportersystemen (EXTassays) eine abweichende molekulare Signatur oder individuelles Erkrankungsprofil zu bestimmen. Im nächsten Schritt sollen zugelassene Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen getestet werden um das individuelle Erkrankungsprofil möglichst in die Nähe von Referenzprofilen gesunder Probanden zu rücken. Mit dieser Strategie wollen wir neue Therapieansätze zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen aufzeigen.

StemCells

Literatur:

  • Takahashi K, Yamanaka S, Induction of pluripotent stem cells from mouse embryonic and adult fibroblast cultures by defined factors. Cell (2006) 126, 663-676.
  • Takahashi K et al., Induction of pluripotent stem cells from adult human fibroblasts by defined factors. Cell (2007) 131, 861-872.
  • Brennand KJ et al., Modeling schizophrenia using human induced pluripotent stem cells. Nature (2011) 473, 221–225.
  • Brennand KJ et al., Modeling psychiatric disorders at the cellular and network levels. Molecular Psychiatry (2012) 17, 1239–1253.

Mitarbeiter: