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Epidemiologie und Evaluation

Die Geschichte der Epidemiologie ist mehr als 2000 Jahre alt. Bereits Hippokrates hat den Begriff Epidemie verwendet und bemerkenswerte Überlegungen zur Beziehung zwischen Krankheiten und Umweltfaktoren (Lüfte, Orte, Gewässer) niedergeschrieben.

Die erste Sterbetafel (eine systematische Zusammenstellung der Sterbefälle für jedes Lebensjahr) wurde 1693 in der Stadt Breslau vom Astronom Halley erstellt.

Epidemiologie versteht sich als Grundlagenwissenschaft und beschäftigt sich mit

  1. der Häufigkeit des Auftretens von Krankheiten
  2. der Veränderung der Häufigkeitsraten über die Zeit
  3. dem Verlauf von Krankheiten
  4. dem Erkennen von Risikofaktoren für den Beginn und einen ungünstigen Verlauf von Krankheiten
  5. dem Erkennen von protektiven (schützenden) Faktoren für einen günstigen Verlauf von Krankheiten, bzw. für das Vermeiden von Erkrankungen.

Protektive und Risikofaktoren können Bedingungen in der Umgebung der betroffenen Person (Umweltbedingungen, Arbeitsbedingungen usw.), Eigenschaften und Verhaltensweisen der betroffenen Person oder anderer Personen sowie eine Mischung aus diesen beiden Gegebenheiten sein. Mit epidemiologischen Erkenntnissen können Krankheitsursachen ermittelt, die Wirksamkeit von Gesundheitsmaßnahmen bestimmt und Grundlagen zu Aussagen von individuellen Chancen und Risiken erarbeitet werden.

The history of epidemiology goes back more than 2000 years. Hippocrates used the term epidemic and wrote down remarkable deliberations on the relationship between diseases and environmental factors (airs, places, waters). The first mortality table (a systematic compilation of deaths for each year) was produced in 1693 by the astronomist Halley for the town of Breslau.
Epidemiology sees itself as a basic science and deals with:

  1. The frequency of occurrence of diseases
  2. The change in prevalence rates over time
  3. The course of diseases
  4. Recognition of risk factors for the onset of diseases and for an unfavourable disease course
  5. Recognition of protective factors that prevent the development of diseases or support a favourable course

Protective and risk factors can be conditions in the surroundings of the affected person (environmental and occupational conditions, etc), characteristics and forms of behaviour of the affected person or of other people or a mixture of some or all of these. Epidemiological knowledge allows the causes of diseases to be identified, the efficacy of health measures to be determined and the foundations of statements on individual chances and risks to be developed.