Ärzte

Haben Sie einen Patienten, der an einer schweren Erkrankung leidet, die Sie nicht mehr heilen können? Egal, ob Sie stationär tätig oder niedergelassen sind, haben Sie stets auch Schwerstkranke und Sterbende begleitet. In der Palliativmedizin geht es darum, dem Patienten in seiner letzten Lebensphase beizustehen, aber auch schon  frühzeitig belastende Symptome zu erkennen und zu lindern. Darin wollen wir Sie unterstützen.

Die SAPV kann von jedem niedergelassenen Kollegen oder auch vom vorbehandelnden Krankenhaus-Kollegen verordnet werden (letzterer darf aber lediglich für eine Woche verordnen). Eine SAPV-Verordnung finden Sie unter „Downloads“ (ebenso eine Anleitung zum Ausfüllen der Verordnung). Praktikabler ist es allerdings, ein Originalformular zu verwenden. Dieses können Sie als Muster 63 anfordern. Niedergelassene Ärzte können die SAPV für einen beliebigen Zeitraum verordnen, in der Regel sollte dieser jedoch nicht mehr als 4 bis 6 Wochen betragen. Die Voraussetzung für eine SAPV ist das Vorliegen einer schweren komplexen Symptomatik. Für die Erstverordnung ist die Kostenpauschale 40860, für die Folgeverordnung die Kostenpauschale 40682 berechnungsfähig.

Es gibt 4 Stufen der SAPV:

  • Beratung (von Arzt/Pflegefachkraft oder Patient/Angehörigem). Sie ist einmalig, in der Regel telefonisch, zu erbringen.
  • Koordination der Palliativversorgung. Beinhaltet sind ein bis maximal wenige Hausbesuche sowie das Einschalten von/die Vernetzung mit anderen Fachdiensten.
  • Additiv unterstützende Teilversorgung, die sich prinzipiell auf die Erbringung einer palliativen Teilleistung beschränkt. Dies kann eine intensive Schmerztherapie sein, die Durchführung von Aszites- oder Pleurapunktionen beinhalten oder auch in der regelmäßigen Visite bei anderen belastenden Symptomen bestehen.
  • Vollständige Versorgung, beinhaltet die Erbringung aller palliativen Leistung. Da es in der praktischen Umsetzung keinen Unterschied zwischen Teil- und vollständiger Versorgung gibt, deckt die Verordnung der additiv unterstützenden Teilversorgung die komplette Versorgung ab. Wichtig zu wissen ist, dass auch eine „Teil- oder Vollständige Versorgung“ nicht die Basis- und Behandlungspflege durch einen Pflegedienst ersetzt. Die Pflegekräfte im SAPV-Team sind lediglich beratend, in Ausnahmefällen auch einmal akut pflegerisch tätig (z.B. dringende Abführmaßnahmen, sofortige Notwendigkeit für Blasenkatheter/Magensonden/Subkutannadeln, akute Verbandswechsel, ...).

Eine 24-h-Rufbereitschaft wird für Patienten bereit gehalten, für die eine Teil- oder Vollversorgung verordnet ist. Sie wird durch eine erfahrene Pflegekraft oder einen Arzt geleistet, immer ist jedoch ein Arzt als Rückfallebene erreichbar.

Eine gute Absprache mit Ihnen als verordnendem Arzt ist uns extrem wichtig. Wir wollen Sie fachlich beraten und entlasten (vor allem auch nachts und an den Wochenenden). Zur Evaluation unserer Arbeit und zur Ermittlung der Notwendigkeit weiterer Anstrengungen führen wir gezielte Forschungsarbeiten in diesem Bereich durch.

Für die Zusammenarbeit und Kooperation möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

 
 

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