Aktuelles

  • Januar 2021: Übersichtartikel zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin (Aus den Medien)

  • Januar 2021: Projektstart Therapieempfehlungen zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin

  • Oktober 2020: Apotheke in der Palliativversorgung (Aus den Medien)

  • Mai 2020: Deutscher Preis für Patientensicherheit (Auszeichnungen)

  • Februar 2020: Broschüre zum Off-Label-Use in 2. Auflage (Neuerscheinung)



Januar 2021: „Off label use“ in der Palliativmedizin
(Aus den Medien)

Dr. Constanze Rémi und Dr. Christiane Gerlach (Hamburg) geben in ihrem CME-Artikel in der Zeitschrift „Der Schmerz“ einen Überblick über Off-Label-Use in der Palliativmedizin. Neben den Hintergründen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für den zulassungsüberschreitenden Arzneimitteleinsatz, werden Möglichkeiten zum Umgang im klinischen Alltag vorgestellt.  


Januar 2021: Projektstart „Therapieempfehlungen zum Umgang mit Off‐Label‐Use in der Palliativmedizin“

Im Januar 2021 hat ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Projekt seine Arbeit aufgenommen, in dem wir Therapieempfehlungen zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin entwickeln. Von Off-Label-Use spricht man, wenn Arzneimittel außerhalb ihrer Zulassung zum Einsatz kommen. Die Palliativmedizin hat es besonders häufig mit Situationen zu tun, für die es keine zugelassenen Arzneimittel gibt; deshalb gehört der Off-Label-Use dort fest zum Repertoire der Arzneimitteltherapie.

Allerdings können unzureichend geprüfte Arzneimittel den Patienten auch gefährden. Für den Off-Label-Use gilt daher eine besondere Sorgfaltspflicht: Jede Therapie dieser Art verlangt eine patientenindividuelle Nutzen‐Risiko‐Abwägung auf Basis der aktuellen Literatur. Auch verfügbare Alternativen sind zu berücksichtigen. Für solche Recherchen fehlen im klinischen Alltag jedoch vielfach Zeit und Ressourcen.

Hauptziel unseres Projektes ist es deshalb, eine kostenfrei zugängliche Datenbank zu entwickeln, die Informationen und Empfehlungen zum Off-Label-Einsatz palliativmedizinisch relevanter Arzneistoffe bündelt und leicht verfügbar macht. Damit wollen wir Therapeuten im ambulanten und stationären Behandlungsumfeld dabei unterstützen, Palliativpatienten sicher, bedarfs- und bedürfnisgerecht zu versorgen. [Februar 2021].

Hier finden Sie weitere Informationen.


Oktober 2020: „Just do it“: Apotheken in der Palliativversorgung
(Aus den Medien)

Brigitte Gensthaler fasst in der Pharmazeutischen Zeitung vom 7. Oktober 2020 eine Online-Veranstaltung zur Palliativpharmazie zusammen. Constanze Rémi sprach bei diesem Seminar mit der Ärztin Christina Gerlach und dem Apotheker Christian Redmann über den Beitrag öffentlicher Apotheken zur ambulanten Palliativversorgung.




Mai 2020: Die Arzneimittelinformation Palliativmedizin erhält den Deutschen Preis für Patientensicherheit 2020
(Auszeichnungen)

Den ersten Platz beim Deutschen Preis für Patientensicherheit 2020 belegt dieses Jahr das Projekt „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“ von Constanze Rémi, Alina Hermann, Stephanie Büsel und Claudia Bausewein an der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der LMU München. Das Projekt bietet Ärzt*innen, Apotheker*innen und Pflegekräfte seit 2016 eine überregionale, kostenfreie Anlaufstelle für Fragen rund um die palliativmedizinische Arzneimitteltherapie im deutschsprachigen Raum.

Der Preis wird jährlich vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. vergeben und ist mit 10.000 € dotiert. Weitere Informationen sind auf der Seite des Aktionsbündnis Patientensicherheit zu finden:
https://www.aps-ev.de/Preistraeger/dpfp2020/

Dankesrede von Constanze Rémi: Video

 

„Ziel des Projektes ‚Arzneimittelinformation Palliativmedizin‘ ist die Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit und damit der Patientensicherheit in der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung durch einfachen Zugang zu notwendigen Informationen“, so die fachliche Leiterin der Arzneimittelinformation, Dr. Constanze Rémi. Mittlerweile hat die Arzneimittelinformation Palliativmedizin über 1000 Anfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beantwortet. „Wir freuen uns sehr über diese hochranginge Anerkennung unseres Projektes und hoffen, dass die Arzneimittelinformation Palliativmedizin damit noch bekannter wird, sagt Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin.




Februar 2020: Infobroschüre Off-Label-Use“ in 2. Auflage
(Neuerscheinung)

Die Infobroschüre „Zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin“ ist gerade in 2. Auflage erschienen. Neu sind darin u. a. Links zu weiterführendem Material. Außerdem können wir jetzt zusätzlich zur deutschsprachigen Broschüre auch eine englische Version anbieten.

 

Der sogenannte „Off-Label-Use“, also der zulassungsüberschreitende Einsatz von Arzneimitteln, ist fester Bestandteil der palliativmedizinischen Pharmakotherapie. Neben rechtlichen Aspekten (wie etwa der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen) ist dabei vor allem die Therapiesicherheit ein wichtiger Faktor. Bei nicht oder nur unzureichend geprüften Arzneimitteln lässt sich nur eingeschränkt abschätzen, inwieweit Patienten durch den zulassungsüberschreitenden Einsatz gefährdet sind. Off-Label-Use sollte daher nur innerhalb klarer therapeutischer Rahmenbedingungen stattfinden; die gewonnenen Erfahrungen sollten zum Erkenntnisgewinn und Kompetenzzuwachs genutzt werden.

 

Umso wichtiger ist es, dass alle an der medizinischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen strukturiert vorgehen, wenn sie Behandlungsversuchen nicht zugelassener Therapien mit wenig oder keiner Evidenz unternehmen, und dass sie bei ihren Therapieentscheidungen Unterstützung erhalten.

 

Die Broschüre „Zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin“ bietet diese Unterstützung. Herausgegeben wird die Broschüre in deutscher und englischer Sprache von Dr. Constanze Rémi und Prof. Dr. Claudia Bausewein gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Sie steht auf den Websites der beiden Herausgeber zum Download zur Verfügung. Die Printausgabe lässt sich außerdem direkt bei der Geschäftsstelle der DGP bestellen.

Broschüre Off-Label-Use

Broschüre Off-Label-Use engl. Version

 

Projektstart Therapieempfehlungen zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin