Aktuelles

April 2022: Frage des Monats

Alternative Applikationswege für Medikamente beschäftigen uns in der Arzneimittelinformation Palliativmedizin sehr häufig. Bei der Auswahl spielen viele Faktoren, wie z.B. das Versorgungsumfeld, eine entscheidende Rolle. Eine Zusammenfassung über Anwendungsoptionen von Antiepileptika bei Dysphagie ist in unserer
Frage des Monats April 2022 zu finden.



März 2022: Frage des Monats

Der Einsatz von Opioiden gehört zum kleinen 1x1 der palliativmedizinischen Symptomkontrolle. Neben den Einsatzgebieten sollte daher auch das Management einer Opioid-Intoxikation bekannt und schnell umzusetzen sein. Eine kurze Zusammenfassung „To Go“ hierzu ist in unserer Frage des Monats März 2022 zu finden.


März 2022: Artikel im pta Forum: Dem Ende den Schrecken nehmen"

Fast alle Medikamente werden in Deutschland von Apotheken abgegeben. Apotheker*innen und pharmazeutisch-technische Assistent*innen (PTA) begleiten Menschen oft über Jahre, häufig gibt es auch ein großes Vertrauensverhältnis und nicht nur therapieassoziierte Ängste und Sorgen werden in der „Stammapotheke“ artikuliert. Auch Palliativversorgung findet jeden Tag in Apotheken statt. Für ihren Bericht über die Arbeit von PTA und Apotheker*innen in der Palliativversorgung hat Anna Carolina Antropov Dr. Constanze Rémi und Stephanie Büsel vom Kompetenzzentrum Palliativpharmazie interviewt. Der Artikel ist im pta Forum vom 10. März 2022 erschienen.

 

Februar 2022: Frage des Monats

Eine anhaltende Diarrhö kann weitreichende Belastungen für Patient*innen und das Umfeld bedeuten. Da sie im Gegensatz zur Obstipation jedoch seltener vorkommt, fehlen oft Ideen, welche Therapieoptionen es neben Opioiden noch gibt. Mit unserer Frage des Monats Februar 2022 möchten wir diese Informationslücke gerne etwas weiter schliessen.

Februar 2022: Palliativpharmazie goes Instagramm

Seit Januar sind wir unter @aminfo_palliativ auch auf instagramm zu finden. Dort werden wir über spannende Themen on der palliativmedizinischen Arzneimitteltherapie informieren und Sie in unseren Alltag mitnehmen.

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Januar 2022: Frage des Monats

Wenn Patient*innen nicht mehr gut schlucken können, die Infusion von Medikamenten aber auch keine gute Alternative bietet, kann es helfen, wenn Arzneistoffe ihre Wirkung auch über die Mund- oder Nasenschleimhaut entfalten. Unsere Frage des Monats zum Januar 2022 beschäftigt sich damit, ob diese transmukosale Gabe auch für Antipsychotika wie Haloperidol oder Olanzapin möglich ist.

Dezember 2021: Frage des Monats

Eine schmerzhafte Mukositis kann für Patent*innen sehr quälend und einschränkend sein. Mögliche lokale Behandlungsoptionen sind in unserer Frage des Monats Dezember 2021 zu finden.

November 2021: Frage des Monats

Am Lebensende können viele Patienten Medikamente nicht mehr oral einnehmen, häufig wird auf die parenterale Medikamentengabe ausgewichen.  Die Empfehlungen zum Berechnen der angepassten Dosis unterscheiden sich dabei oft deutlich voneinander. Welche Zahlen sollte man verwenden? Was man hierbei für das Opioidanalgetikum Hydromorphon berücksichtigen muss, wird in der Frage des Monats November 2021 etwas näher erläutert.

November 2021: Übersichtsartikel zu Levothyroxin-Applikationswege jenseits der peroralen Tablette 

In der Zeitschrift Krankenhauspharmazie ist ein Artikel über die verschiedenen Applikationsmöglichkeiten für Levothyroxin erschienen. Jennifer Berner und Dr. Constanze Rémi (beide München) fassen in diesem die Datenlage zu verschiedenen Applikationsmöglichkeiten zusammen und geben auch praktische Hinweise, welche bei Nicht-Infragekommen der täglichen oralen Tablette eine Alternative im ambulanten Setting darstellen können. 


Oktober 2021: Frage des Monats

Die Palliativmedizin setzt Ketamin und Esketamin vor allem bei verschiedensten Schmerzen ein, die nicht ausreichend auf Standardtherapien wie Opioide ansprechen. Gerade für den palliativmedizinischen Bereich vielversprechend scheint außerdem die Anwendung als schnellwirksames Antidepressivum. Wie die orale oder intranasale Anwendung erfolgen kann, ist in der Frage des Monats Oktober 2021 nachzulesen.

Oktober 2021: World Congress der European Association for Palliative Care - Science Slam

Die Arzneimitteltherapie ist ein wichtiger Baustein der Symptomkontrolle in der Palliativmedizin. Das Ziel sollte immer sein, den therapeutischen Nagel auf den Kopf zu treffen: maximaler Nutzen – minimale unerwünschte Wirkungen. Das gilt besonders beim Einsatz von Arzneimitteln außerhalb ihrer Zulassung (Off-Label-Use).

Vom 6.–8. Oktober 2021 tagte der 17. World Congress der European Association for Palliative Care. Im Rahmen des Online-Kongresses fand erneut ein Science Slam statt. Die Aufgabe: Begeistere das Publikum innerhalb von 3 Minuten mit einem fesselnden Vortrag für dein Thema – ganz ohne Powerpoint! Eine tolle Gelegenheit, um über den Off-Label-Einsatz von Arzneimitteln zu informieren! 

September 2021: Frage des Monats 

Tranexamsäure verhindert, dass sich Blutgerinnsel auflösen. Inhalieren von Tranexamsäure kann daher eine hilfreiche Therapieoption bei Patient*innen mit Hämoptysen oder anderen Blutungen in den Atemwegen sein, wenn andere Maßnahmen nicht zielführend waren oder nicht anwendbar sind. Lesen sie mehr: Tranexamsäure inhalativ bei Hämoptysen


September 2021:  „Die Patient*innen sterben sowieso" - Arzneimittel in der Palliativversorgung.          Unser Beitrag zum Welttag der Patientensicherheit am 17.09.2021

Es gehört zum Alltag in der Palliativversorgung, mit Medikamenten belastende Symptome zu lindern. Eine solche Therapie zu planen, ist anspruchsvoll, weil sie häufig sehr patientenindividuell einzustellen und oft auch unkonventionell anzulegen ist. Dabei müssen wir neben dem potenziellen Nutzen der Arzneimitteltherapie auch deren Risiken für Patient*innen im Blick behalten.

Anlässlich des Welttages der Patientensicherheit 2021 veranstaltete das Kompetenzzentrum Palliativpharmazie am 17. September 2021  eine Instagram-Live-Runde. Palliativapothekerin Constanze Rémi sprach mit den beiden Palliative-Care-Pflegekräften Ela Beyer und Sara Loy vom Instagram-Kanal @elsa.palliative.care über Chancen und Risiken der Arzneimitteltherapie in der Palliativmedizin.

Bereits einige Tage vor dieser Gesprächsrunde stellte die Arzneimittelinformation Palliativmedizin auf dem Kanal ihre Arbeit mit einem kurzen Video vor.

Der Welttag der Patientensicherheit findet auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO alljährlich am 17. September statt. Aus diesem Anlass ruft auch in Deutschland das Aktionsbündnis Patientensicherhit APS e.V. jedes Jahr zu Informationsveranstaltungen, Aktivitäten und Aktionen rund um die Patientensicherheit auf. Weitere Informationen und alle Veranstaltungen sind unter www.tag-der-patientensicherheit.de zu finden.

September 2021: Übersichtsartikel zur subkutanen Arzneimittelanwendung in der Palliativmedizin (Aus den Medien)

In der Zeitschrift für Palliativmedizin ist ein Artikel über die subkutane Arzneimittelapplikation erschienen. Dr. Constanze Rémi, Stefanie Büsel, Mara Volk, Matthias Anzböck (alle München), Dr. Carolin Wolf (Erlangen) und Ruth Leskowschek (Graz) stellen in diesem Überblick allgemeine Aspekte der subkutanen Infusionstherapie vor und gehen genauer auf spezifische Aspekte ein, die bei verschiedenen palliativmedizinisch relevanten Arzneistoffen besonders zu beachten sind.

August 2021: Beitrag zu Chancen und Risiken des Off-Label-Use (Aus den Medien)

Oberstes Ziel der palliativmedizinischen Betreuung ist es, die Lebensqualität der Patient*innen zu erhalten und zu verbessern. Die zugelassenen Therapieoptionen sind allerdings oft begrenzt; deshalb gehört es zum Alltag in der palliativmedizinischen Versorgung, Arzneimittel auch über den Rahmen ihrer Zulassung hinaus einzusetzen. Stefanie Pügge erläutert in ihrem Beitrag zur Deutschen Apotheker Zeitung Hintergründe für diesen sogenannten Off-Label-Use, geht auf damit verbundene Chancen und Risiken für die Patient*innen ein und diskutiert Möglichkeiten, mit diese Risikoprofil umzugehen.

August 2021: Frage des Monats

Die Therapie eines (chronischen) Pruritus richtet sich immer nach der wahrscheinlichsten Ursache, weshalb sie sehr unterschiedlich ausfallen kann. Allerdings ist die Evidenz für viele Behandlungsoptionen gering; außerdem lassen sich entsprechende Leitlinienempfehlungen oft nur begrenzt bei Palliativpatient*innen anwenden. Zur Frage des Monats August 2021 besprechen wir daher den Einsatz von: Buprenorphin bei cholestatischem Pruritus.

Juli 2021: Frage des Monats

Zu fast allen Benzodiazepinen sind Fälle paradoxer Reaktionen veröffentlicht. Hintergründe, Risikofaktoren und Behandlungsstrategie werden in unserer Frage des Monats Juli vorgestellt: Paradoxe Reaktion auf Benzodiazepin: Was sind Triggerfaktoren und Therapieoptionen?

Juni 2021: Frage des Monats

Die Arzneimittelinformation Palliativmedizin hat mittlerweile bereits fast 1500 Anfragen beantwortet. Auch wenn viele davon sehr patient*innenspezifisch sind, gibt es doch viele allgemein wissenswerte Aspekte. Um diese einem breiten Fachpublikum zur Verfügung zu stellen, werden wir nun monatlich unsere „Frage des Monats“ küren und veröffentlichen. Den Anfang machen darf unsere Frage des Monats Juni:  Wird Lorazepam bei Anwendung der Schmelztabletten über die Mundschleimhaut resorbiert?

 

April 2021: Nachwuchsförderpreis des Aktionsbündnis Patientensicherheit APS e.V. 2021 (Auszeichnungen)

Im Rahmen der palliativmedizinischen Symptomkontrolle spielt die Arzneimitteltherapie eine entscheidende Rolle. Spezialisierte Palliativversorgung zeichnet sich durch multiprofessionelle Teams aus. In der Regel gehören Apotheker aber nicht zu diesen Teams, obwohl sie eine wichtige Säule bei der Unterstützung in der Arzneimitteltherapie darstellen. So können sie zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit beitragen, u.a. durch Erkennen arzneimittelbezogener Probleme, Identifikation von Arzneimittelinteraktionen und Erhöhung der Therapieadhärenz der Patienten durch Beratung und Schulung.  Für seine Dissertation „Auswirkungen einer intersektoralen pharmakotherapeutischen Betreuung durch Apotheker auf die Symptomlast von Palliativpatienten“ erhielt unser ehemaliger Mitarbeiter und Doktorand Herr Dr. Dominik Bauer nun den Nachwuchsförderpreis des Aktionsbündnis Patientensicherheit APS e.V. 2021. In seiner Arbeit verfolgte Herr Dr. Bauer das Ziel einen strukturierten und standardisierten pharmazeutischen Interventionspfad auf einer Palliativstation zu entwickeln und die Feasibilität einer Studie zur Evaluation der Auswirkungen des Interventionspfades auf die Symptomlast von Palliativpatienten zu testen.  Bei 34 Patienten konnte ein Entlassmanagement mit post-stationärer Betreuung durchgeführt werden. Während des stationären Aufenthalts konnten u.a. 207 arzneimittelbezogene Probleme identifiziert werden (Median 5 pro Patient). Herr Bauers Dissertation leistet einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung von arzneimittelassoziierten Risiken und möglichen Lösungsstrategien, um so die Sicherheit von Palliativpatienten zu erhöhen.

Die Arbeit wurde betreut von Prof. Dr. Claudia Bausewein PhD und Dr. Constanze Rémi.

Die Preisverleihung können Sie hier sehen.


April 2021: Drug Information Needs of Health Care Professionals in Palliative Care: A Retrospective Evaluation of a Palliative Care Drug Information Service (Aus den Medien)

In ihrem Artikel analysieren Alina Hermann, Dr. Constanze Rémi und Prof. Dr. Claudia Bausewein die Informationsbedürfnisse der Fachkreise über eine Auswertung der Anfragen an die Arzneimittelinformation Palliativmedizin. Der Informationsbedarf zur palliativmedizinischen Arzneimitteltherapie scheint bei ÄrztInnen besonders hoch zu sein. Gerade im Bereich der Applikationstechnik ist der Nachfrage nach Informationen besonders deutlich und zeigt eine therapeutische Lücke in Bezug auf die Verfügbarkeit geeigneter Präparate sowie notwendiger Informationen auf. Der Beitrag ist im April 2021 online beim Journal of Pain and Symptom Management erschienen.



Januar 2021: „Off label use“ in der Palliativmedizin
(Aus den Medien)

Dr. Constanze Rémi und Dr. Christina Gerlach (Hamburg) geben in ihrem CME-Artikel in der Zeitschrift „Der Schmerz“ einen Überblick über Off-Label-Use in der Palliativmedizin. Neben den Hintergründen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für den zulassungsüberschreitenden Arzneimitteleinsatz, werden Möglichkeiten zum Umgang im klinischen Alltag vorgestellt.  


Januar 2021: Projektstart „Therapieempfehlungen zum Umgang mit Off‐Label‐Use in der Palliativmedizin“

Im Januar 2021 hat ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Projekt seine Arbeit aufgenommen, in dem wir Therapieempfehlungen zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin entwickeln. Von Off-Label-Use spricht man, wenn Arzneimittel außerhalb ihrer Zulassung zum Einsatz kommen. Die Palliativmedizin hat es besonders häufig mit Situationen zu tun, für die es keine zugelassenen Arzneimittel gibt; deshalb gehört der Off-Label-Use dort fest zum Repertoire der Arzneimitteltherapie.

Allerdings können unzureichend geprüfte Arzneimittel den Patienten auch gefährden. Für den Off-Label-Use gilt daher eine besondere Sorgfaltspflicht: Jede Therapie dieser Art verlangt eine patientenindividuelle Nutzen‐Risiko‐Abwägung auf Basis der aktuellen Literatur. Auch verfügbare Alternativen sind zu berücksichtigen. Für solche Recherchen fehlen im klinischen Alltag jedoch vielfach Zeit und Ressourcen.

Hauptziel unseres Projektes ist es deshalb, eine kostenfrei zugängliche Datenbank zu entwickeln, die Informationen und Empfehlungen zum Off-Label-Einsatz palliativmedizinisch relevanter Arzneistoffe bündelt und leicht verfügbar macht. Damit wollen wir Therapeuten im ambulanten und stationären Behandlungsumfeld dabei unterstützen, Palliativpatienten sicher, bedarfs- und bedürfnisgerecht zu versorgen. [Februar 2021].

Hier finden Sie weitere Informationen.


Oktober 2020: „Just do it“: Apotheken in der Palliativversorgung
(Aus den Medien)

Brigitte Gensthaler fasst in der Pharmazeutischen Zeitung vom 7. Oktober 2020 eine Online-Veranstaltung zur Palliativpharmazie zusammen. Constanze Rémi sprach bei diesem Seminar mit der Ärztin Christina Gerlach und dem Apotheker Christian Redmann über den Beitrag öffentlicher Apotheken zur ambulanten Palliativversorgung.



Mai 2020: Die Arzneimittelinformation Palliativmedizin erhält den Deutschen Preis für Patientensicherheit 2020
(Auszeichnungen)

Den ersten Platz beim Deutschen Preis für Patientensicherheit 2020 belegt dieses Jahr das Projekt „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“ von Constanze Rémi, Alina Hermann, Stephanie Büsel und Claudia Bausewein an der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der LMU München. Das Projekt bietet Ärzt*innen, Apotheker*innen und Pflegekräfte seit 2016 eine überregionale, kostenfreie Anlaufstelle für Fragen rund um die palliativmedizinische Arzneimitteltherapie im deutschsprachigen Raum.

Der Preis wird jährlich vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. vergeben und ist mit 10.000 € dotiert. Weitere Informationen sind auf der Seite des Aktionsbündnis Patientensicherheit zu finden:
https://www.aps-ev.de/Preistraeger/dpfp2020/

Dankesrede von Constanze Rémi: Video

 

„Ziel des Projektes ‚Arzneimittelinformation Palliativmedizin‘ ist die Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit und damit der Patientensicherheit in der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung durch einfachen Zugang zu notwendigen Informationen“, so die fachliche Leiterin der Arzneimittelinformation, Dr. Constanze Rémi. Mittlerweile hat die Arzneimittelinformation Palliativmedizin über 1000 Anfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beantwortet. „Wir freuen uns sehr über diese hochranginge Anerkennung unseres Projektes und hoffen, dass die Arzneimittelinformation Palliativmedizin damit noch bekannter wird, sagt Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin.



Februar 2020: Infobroschüre Off-Label-Use“ in 2. Auflage
(Neuerscheinung)

Die Infobroschüre „Zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin“ ist gerade in 2. Auflage erschienen. Neu sind darin u. a. Links zu weiterführendem Material. Außerdem können wir jetzt zusätzlich zur deutschsprachigen Broschüre auch eine englische Version anbieten.

 

Der sogenannte „Off-Label-Use“, also der zulassungsüberschreitende Einsatz von Arzneimitteln, ist fester Bestandteil der palliativmedizinischen Pharmakotherapie. Neben rechtlichen Aspekten (wie etwa der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen) ist dabei vor allem die Therapiesicherheit ein wichtiger Faktor. Bei nicht oder nur unzureichend geprüften Arzneimitteln lässt sich nur eingeschränkt abschätzen, inwieweit Patienten durch den zulassungsüberschreitenden Einsatz gefährdet sind. Off-Label-Use sollte daher nur innerhalb klarer therapeutischer Rahmenbedingungen stattfinden; die gewonnenen Erfahrungen sollten zum Erkenntnisgewinn und Kompetenzzuwachs genutzt werden.

 

Umso wichtiger ist es, dass alle an der medizinischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen strukturiert vorgehen, wenn sie Behandlungsversuchen nicht zugelassener Therapien mit wenig oder keiner Evidenz unternehmen, und dass sie bei ihren Therapieentscheidungen Unterstützung erhalten.

 

Die Broschüre „Zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin“ bietet diese Unterstützung. Herausgegeben wird die Broschüre in deutscher und englischer Sprache von Dr. Constanze Rémi und Prof. Dr. Claudia Bausewein gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Sie steht auf den Websites der beiden Herausgeber zum Download zur Verfügung. Die Printausgabe lässt sich außerdem direkt bei der Geschäftsstelle der DGP bestellen.

Broschüre Off-Label-Use

Broschüre Off-Label-Use engl. Version