EEG (Elektroenzephalographie)

Grundlagen und Bedeutung der Untersuchung

Von dem deutschen Nervenarzt Hans Berger (1873-1941) aus Jena stammt die Überlegung, daß sich die Tätigkeit des Gehirns in elektrischen Strömen ausdrücken könnte. Es gelang ihm im Jahre 1924, ein Gerät zu konstruieren, mit sich diese hirnelektrische Aktivität aufzeichnen läßt. Diese Aktivität, die "Hirnstromkurve" oder Elektroenzephalogramm, zeigt im aufmerksamen Wachzustand, bei Augenschluß, im Schlaf und bei Bewußtlosigkeit unterschiedliche Muster. Abweichungen vom normalen Muster der hirnelektrischen Aktivität können bei Entzündungen und Durchblutungsstörungen des Gehirns und bei Epilepsie auftreten.

Vorgehen

Sie werden gebeten, in einem bequemen Sessel Platz zu nehmen, wo zahlreiche an Drähten befestigte Metallplättchen (Elektroden), mit denen die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet wird, mit einer weichen Haftpaste auf der Kopfhaut befestigt werden. Danach beginnt die eigentliche Untersuchung, während der Sie mit geschlossenen Augen entspannt still sitzen sollen. Zwischendurch werden Sie aufgefordert, die Augen kurzfristig zu öffnen und wieder zu schließen, wodurch sich die Hirnstromkurve in einer bestimmten Weise verändert. Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Die Haftpaste läßt sich problemlos wieder entfernen oder auswaschen.

 
 

Anschrift

Neurologische Klinik und Poliklinik & Deutsches Schwindel- und Gleichgewichtszentrum DSGZ
Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Großhadern, Marchioninistraße 15
D-81377 München

Direktorin:
Univ.Prof. Dr. med. Marianne Dieterich, FANA, FEAN
direktion.neurologie
(at)med.uni-muenchen.de

Telefonzentrale
Tel. (089) 4400-0

 

Auszeichnung

„World's best hospitals 2021 in Newsweek: Die Klinik für Neurologie der LMU ist bei einem internationalen Ranking unter die besten Kliniken für Neurologie weltweit gekommen. Untersucht wurden hier die Fachgebiete Neurologie, Gastroenterologie und Orthopädie.“

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