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Informationen für Ärzte

Projekt HOPE: 

Hypoxia and Outcome Prediction in Early Stage Coma

Studie zur besseren Vorhersage des Langzeit-Behandlungs­ergebnisses

bei komatösen Patienten nach Herz-Kreislauf-Stillstand

Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,

Aufgrund der demographischen Entwicklung sowie einer sich stetig verbessernden notfallmedizinischen Versorgung erreichen immer mehr Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand lebend die Akutkliniken. In der Folge steigt auch die Zahl derjenigen Patienten, die in diesem Zusammenhang Hirnschäden durch eine Sauerstoffmangelversorgung („Hypoxischer Hirnschaden“) erleiden. 

Aufgrund ethischer Überlegungen (Vermeiden langfristiger Schwerstpflegefälle) aber auch vor dem Hintergrund der begrenzten medizinischen Ressourcen werden bereits in den ersten Tagen auf den Intensivstationen mehrere Testverfahren angewendet um die Prognose dieser Patienten vorherzusagen. Diese Ergebnisse beeinflussen auch die Entscheidung bezüglich lebenserhaltender Therapieformen maßgeblich. Neuere wissenschaftliche Ergebnisse stellen die Spezifität dieser Prognoseparameter allerdings immer mehr in Frage, so dass ihre tatsächliche Aussagekraft überprüft werden muss.

Vor diesem Hintergrund ist das Hauptziel des Projekts HOPE die Spezifität einzelner, bisher als sicher geltenden Prädiktoren (insbesondere SSEPs) zu überprüfen und somit eine realistischere Prognosestellung zu ermöglichen.

HOPE ist eine multizentrische prospektive longitudinale Beobachtungsstudie, in die nach Fallzahlschätzung 172 Patienten eingeschlossen werden sollen. Die Patienten durchlaufen insgesamt 7 Studienvisiten (jeweils 3 in den Akut- und Rehakliniken), wobei alle im Rahmen der Studie dokumentierten Daten bereits jetzt im Rahmen der Standardpatientenversorgung erhoben werden. Zur Beurteilung des Langzeitoutcomes nach 12 Monaten werden die Patienten in ihrer jeweiligen Wohnumgebung besucht und hinsichtlich Bewusstseinslevel, Aktivitäten des täglichen Lebens, kognitiven Funktionen und Lebensqualität untersucht.

Das Einverständnis zur Teilnahme an der Studie wird zunächst von den nahen Angehörigen und anschließend, sobald diese feststehen, von den gesetzlich bestimmten Betreuern unter Berücksichtigung des mutmaßlichen Patientenwillen eingeholt. Die Einwilligung des Patienten wird nachgeholt sobald es ihr oder sein Gesundheitszustand zulässt.

 Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen haben bzw. weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an uns.

HopeLogo

 

 

 
 

Projekt HOPE

Verantwortlicher Studienleiter:

Prof. Dr. med. Andreas Bender

Stellvertreter

Alex López-Rolón. 修士(心理学)

 

Co-Studienleiter:

Prof. Dr. med. Andreas Straube

 

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Postanschrift:

Neurologische Klinik / Station i 2

Klinikum der Universität München - Großhadern

Marchioninistr. 15

81377 München