Intensivstation I10B

Das Frühgeborene und kranke Neugeborene / Neugeborenenintensivstation I10B

Die beste Betreuung für Ihr Kind....

In der Neonatologie am Perinatalzentrum Großhadern werden pro Jahr circa 300-360 neugeborene Kinder behandelt. Davon sind im Mittel 100 der Kinder unter 1500 g und etwa 50 unter 1000g Geburtsgewicht. Bei rund zwei Drittel der im Perinatalzentrum Großhadern betreuten Neugeborenen handelt es sich um Patienten mit einem Geburtsgewicht unter 2500 Gramm.

Ein Schwerpunkt der klinischen Versorgung Neugeborener im Perinatalzentrum der LMU-München, Großhadern liegt somit in der Versorgung dieser Risikokinder, deren Therapie und Überwachung besonderer Maßnahmen bedarf. Seit dem Jahr 2008 bieten wir außerdem eine Lungenersatztherapie für Neugeborene an (ECMO, Herzlungenmaschine).

 

Die Betreuung im Kreißsaal:

Wenn der erste Schritt ins Leben doch etwas mehr Hilfe braucht…

Die Entbindung im Kreissaal erfolgt unter Anwesenheit eines Kinderarztes bei

1. Frühgeborenen mit einem Schwangerschaftsalter von unter 37 SSW

2. Risikoneugeborenen (Entbindung per operativem Verfahren, besondere Erkrankung der Mutter, Auffälligkeiten im vorgeburtlichen Ultraschall u.a.)

3. Entbindungen per Kaiserschnitt

Bei jedweden Anpassungsstörungen nach der Geburt wird sofort ein Kinderarzt hinzugezogen.

Um alle früh- und reifgeborene Kinder, die eine besondere Behandlung nach der Geburt benötigen nach der Geburt optimal versorgen zu können, steht dem Team der Neonatologie im Kreißsaal ein spezieller Kinderversorgungsraum zur Verfügung, in welchem gleichzeitig mehrere Neugeborene optimal versorgt werden können.

Unsere Neugeborenenintensivstation (I10B)

Die Betreuung kranker Neugeborener oder extrem unreifer frühgeborener Kinder im Anschluss an die Erstversorgung im Kreissaal erfolgt auf unserer neonatologischen Intensivstation. Sie umfasst 15 Plätze, die eine Beatmung und jede weitere intensivmedizinische Maßnahme sowie die umfassende Überwachung Ihres Kindes möglich machen. Unsere Intensivstation ermöglicht die Umsetzung aller Maßnahmen der modernen Neugeborenenintensivmedizin nach neuesten internationalen Standards, wenn sie benötigt werden.

Dies umfasst unter anderem neben den konventionellen Beatmungsverfahren auch die Anwendung speziell auf die Besonderheiten des Neu- und Frühgeborenen abgestimmte Beatmungsstrategien als auch den Einsatz von Stickstoffmonoxid oder die Hochfrequenzoszillation bis hin zur Lungenersatztherapie (ECMO). Des Weiteren gehören die Hypothermiebehandlung nach Sauerstoffmangel oder die Überwachung der Hirnfunktionen mittels amplitudenintegriertem EEG zum breiten Standardrepertoire der Station.

Auch das Niveau der speziellen Pflege ist an die hohen Anforderungen unserer Patienten angepasst. Hierfür orientiert sich die Pflege an den Leitlinien der entwicklungsfördernden Pflege, der Kinästhetik und den Konzepten der basalen Stimulation. Der hohe Standard der Pflege wird durch die Zusatzausbildung vieler Pflegekräfte auch in der pädiatrischen Intensivmedizin gewährleistet sowie durch die Einbeziehung von Pflege- und Expertenstandards, die auf Erkenntnissen aus der Pflegeforschung basieren.

 

Station I10B Curosurf

 

Gerade das Stillen bietet Ihnen eine gute Möglichkeit, den intensiven Kontakt zu Ihrem Kind nach Geburt fortzusetzen. Leider ist dies nicht immer sofort möglich. Wir sind sehr daran interessiert, Sie in Ihrem Stillwunsch zu unterstützen und haben es uns zur Aufgabe gemacht, sobald es Ihnen und Ihrem Kind besser geht, das Stillen zu ermöglichen. Für eine kompetente Stillberatung stehen Ihnen ausgebildete Stillberaterinnen zur Verfügung.

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für unsere kleinen Patienten und kompetente Partner für das behandelnde und betreuende Team. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, dass Eltern und auch Geschwisterkinder möglichst viel Zeit mit ihrem neuen Familienmitglied verbringen können und in die Pflege ihres Kindes mit einbezogen werden. Sobald es der klinischen Zustand des Kindes erlaubt, wird den Eltern daher das „Känguruhen“ angeboten, wo durch intensive Kuschelzeit die Bindung zwischen Eltern und Kind vertieft und eine besondere Zeit des Erlebens und der ersten Kontaktaufnahme zu zweit oder zu dritt geschaffen werden soll.

Die Atemtherapie unserer kleinen Patienten, die Förderung der motorischen und sensorischen Entwicklung sowie die therapeutischen Intervention bei besonderen Problemstellungen und die Anleitung der Eltern erfolgt auf der Station durch zertifizierte Physiotherapeuten. Sie arbeiten nach den Konzepten von Bobath und Vojta sowie den Behandlungsgrundsätzen der Osteopathie.

Ruhezeiten

Da unsere kleinen Patienten auch einmal Ruhe brauchen und die Station zur Durchführung aufwendiger Arbeitsabläufe und Schichtübergaben ungestörte Zeit braucht, gibt es Besuchszeiten. Diese sind von 11:00 - 13:30 Uhr und 14:30 - 19:00 Uhr. Die Pausen können alle Eltern gern in unserem Elternzimmer verbringen, das seit 2009 gefördert durch die Elternitiative Frühstart ins Leben zur Verfügung steht. Hier gibt es neben Schließfächern für Ihre Wertsachen eine Küche, Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit zum Abpumpen von Muttermilch und eine Spielecke für ältere Geschwisterkinder. Nach Absprache ist es möglich, die Geschwisterkinder von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Malteser Hilfdienstes betreuen zu lassen.

 

Elternzimmer

 

Für Geschwisterkinder ab 3-4 Jahren gibt es einen Geschwisterkurs, der von Schwestern unserer Station angeboten wird. Hier soll der ältere Bruder und die ältere Schwester spielerisch auf die Rolle des großen Geschwisterchens vorbereitet werden.

Für die Eltern bieten wir ebenso als eine Initiative von Frühstart ins Leben ein Elterncafé an.

 


 

Videobeitrag vom 01.11.2014:
Stolperstein Jeder Tag ist ein Sieg... Drei Frühchen kämpfen sich ins Leben (Externer Link)

 


 

Videobeitrag vom 28.11.2014:
Kleine Überlebenskünstler (Externer Link

  Verantwortlich für den Inhalt: PD Dr. med. Anne Hilgendorff