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Angeborene Immunität der Haut

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JACI 2008
JACI 2008
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie bedeckt unsere gesamte Oberfläche und muss sich ständig gegen mögliche Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze wehren. Durchdringen diese Erreger die Hautbarriere lösen sie Infektionen aus, die lebensbedrohlich sein können. Hautzellen haben deshalb im Laufe der Evolution ein Abwehrsystem entwickelt, das sich auf die Produktion von antimikrobiellen Peptiden stützt. Diese kleinen Proteine wirken wie endogene Antibiotika und bilden einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche.

 

JACI 2008
JACI 2008
In verschiedenen Forschungsprojekten untersuchen wir die Regulation und Funktion eines bestimmten antimikrobiellen Peptids - genannt Cathelicidin - in gesunder und erkrankter Haut. Neben der antimikrobiellen Aktivität wurden zudem in den letzten Jahren weitere Eigenschaften von Cathelicidin entdeckt. Unter anderem aktiviert Cathelicidin als Signalmolekül das spezifische Immunsystem oder beeinflusst das Wachstum neuer Blutgefäße. Inzwischen wurde erkannt, dass bei verschiedenen entzündlichen Hauterkrankungen, wie etwa beim atopischen Ekzem (Neurodermitis), bei der Psoriasis (Schuppenflechte) oder der Rosazea (Couperose) eine Störung der Produktion oder der Funktion von Cathelicidin vorliegt.

 

Hautarzt 2008
Hautarzt 2008
Es ist gut denkbar, dass sich aus dem Verständnis der Regulation und Funktion von Cathelicidin neue Behandlungen von entzündlichen Hauterkrankungen ableiten lassen werden. Wir untersuchen in unterschiedlichen Projekten, welche Signalwege und Mechanismen für die Regulation von Cathelicidin in der Haut wichtig sind. Dazu stehen in unserem Labor moderne zellbiologische, proteinbiochemische und molekularbiologische Methoden zur Verfügung. Zudem analysieren wir Proben von Patienten, die sich in der Klinik für Dermatologie zur Behandlung vorstellen.
 
 

Korrespondenz:

PD Dr. med. Jürgen Schauber
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU München
Frauenlobstraße 9-11
80337 München

Tel. +49-(0)89 4400-56397
Fax +49-(0)89 4400-56389
juergen.schauber@med.uni-muenchen.de

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