Lichen ruber

Der Lichen ruber (syn. Knötchenflechte) ist eine Erkrankung von Haut oder Schleimhäuten. Das Erscheinungsbild der Erkrankung ist vielgestaltig und kann von offenen Stellen in der Mundschleimhaut über stark juckende Knötchen bis hin zu ausgeprägten Läsionen reichen. Nagelveränderungen liegen in 10 % der Fälle vor. Auch Haarfollikel können betroffen sein, was einen Haarverlust zur Folge haben kann. Schleimhautveränderungen finden sich bei bis zu 70 % der Patienten mit Lichen ruber und sind durch typische weißlich netzartige Streifen charakterisiert. Etwa 0,5 % der Bevölkerung ist kürzer oder länger von der Erkrankung betroffen. Meist ist das mittlere Erwachsenenalter betroffen.

Kratzen oder andere mechanische Reize können den Lichen ruber verstärken und das Auftreten neuer Papeln auf vorher gesunder Haut fördern. Zur Therapie können örtlich oder (bei ausgeprägten Verläufen) auch systemisch Kortikosteroide („Kortison“) oder andere Immunsuppressiva verwendet werden. Wenn ein ausgedehnter Hautbefall besteht, kommt auch eine UV–Therapie in Betracht.

In unserem Studienzentrum wird ein neues Biologikum mit dem Wirkstoff Secukinumab (Interleukin-17A-Hemmer, bislang zugelassen für die Behandlung der Psoriasis vulgaris/Schuppenflechte) für die Behandlung von Lichen ruber im Rahmen einer klinischen Prüfung angeboten. Damit soll ein bestimmter Botenstoff des Immunsystems gehemmt werden und die Autoimmunreaktionen unterbunden werden. Im Unterscheid zu einem klassischen Immunsuppressivum wirkt Secukinumab spezifisch auf einen Botenstoff und nicht auf das gesamte Immunsystem.

 

Neue kommende klinische Studien:

Für Patienten mit Lichen ruber planus, Lichen ruber mucosae und Lichen ruber follicularis:

Secukinumab (Interleukin-17A-Hemmer) – ab 18 Jahren, Medikamentenzufuhr subkutan, d.h. als Spritze alle 4 Wochen

Bei Interesse an einer Studienteilnahme oder einem unverbindlichen Beratungsgespräch schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an:  dasz@med.uni-muenchen.de.

 
 
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