Lupus erythematodes (LE)

LE ist keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für eine Gruppe verschiedener, aber ähnlicher Krankheiten. Die Gruppe wird in zwei größere Untergruppen unterteilt (systemischer und kutaner LE), die sich klinisch voneinander wesentlich unterscheiden.

Der lateinische Ausdruck „Lupus erythematodes“ bedeutet auf Deutsch „rötlicher Wolf“, und wurde zuerst von Cazénave 1851 benutzt. Als Wolf verstand man damals die Tuberkulose der Haut (Lupus vulgaris, d.h. vulgärer oder gewöhnlicher Wolf), deswegen war es sehr wichtig, diese Autoimmunkrankheit von einer Infektionskrankheit zu unterscheiden. Die erste, präzise Beschreibung des LE stammte von Hebra (1845), der selbst die systemischen Symptome bei Patienten mit Schmetterlingserythem erkannte, den LE aber damals noch für eine Manifestation von Tuberkulose hielt. Eine Abbildung einer Patientin mit LE finden Sie in Hebras mehr als 150 Jahre altem Hautatlas. Cazénave war der Erste, der die nichtinfektiöse Natur des LE entdeckte. Heute betrachtet man trotzdem den ungarischen, in Wien tätigen Dermatologen Kaposi als erstbeschreibenden Autor des LE, da er nicht nur eine komplette und korrekt zugeordnete Beschreibung anfertigte, sondern auch schon die wesentlichen Unterschiede zwischen den Subtypen erkannte (1869, 1872 und 1880).

Bilder von dermatologischen Erkrankungen finden Sie auf den Webseiten der DermIS.net.

 

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