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Intensivtransport

Am Standort Großhadern des Klinikums der Universität München sind ein Intensivtransportwagen (ITW) des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie der Intensivtransporthubschrauber (ITH) "Christoph München", betrieben von der Deutschen Rettungsflugwacht und HDM, stationiert. Die Klinik für Anaesthesiologie besetzt diese beiden Rettungsmittel zusammen vornehmlich mit den Kollegen der Chirurgischen Klinik im täglichen Wechsel. Ärztlicher Leiter ist Dr. A. Bayer (Klinik für Anaesthesiologie).

 

ITW

Intensivtransportwagen Großhadern

ITH-2 Intensivtransporthubschrauber

"Christoph München"

 

Im ITH können auch Patienten transportiert werden, deren Lunge so schwer geschädigt ist, dass sie nicht nur maschinell beatmet sondern sogar an eine "künstliche Lunge", die sog. ECMO (extra corporal membrane oxygenation) angeschlossen werden müssen. Die Klinik für Anaesthesiologie verfügt am Standort Großhadern über ein spezialisiertes Zentrum zur Behandlung dieser ARDS-Patienten (ARDS = Acute respiratory distres syndrome). Mehr darüber erfahren Sie hier. Selbst Neugeborene mit derartig schweren Störungen der Lungenfunktion können mit der ECMO behandelt und häufig gerettet werden. Auch sie werden mit "Christoph München" transportiert und ebenfalls in Grosshadern behandelt, nämlich von der Abteilung für Neonatologie.

Daneben wird "Christoph München" zunehmend auch im Bereich der Notfallrettung eingesetzt. Der Anteil dieser sog. Primäreinsätze beträgt derzeit über 40%. Christoph München ist einer von nur drei Rettungshubschraubern in Bayern, die auch nachts fliegen. Dazu verwenden unsere Piloten neben modernster Radartechnik auch Nachtsichtgeräte. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 1108 Einsätze geflogen.

Notfallmedizin und vor allem auch der Interhospitaltransfer schwerstkranker Intensivpatienten stellen besondere Anforderungen an die Beteiligten Ärzte und Rettungssanitäter - sowohl hinsichtlich des medizinischen Könnens als auch häufig an das Improvisationstalent. Um die notwendige Qualifikation zu schaffen und zu erhalten, werden nach Bedarf Weiterbildungskurse zur Qualifikation "Intensivtransport" sowie, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Simulation & TrainingLMU der Klinik für Anaesthesiologie und dem Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM), ein Simulatortraining für Ärzte und Rettungsassistenten durchgeführt.

 

Gruppenbild Teilnehmer und Organisatoren des 1. Simulationstrainings "Zwischenfallmanagement im Interhospitaltransport" am Luftrettungszentrum München (Februar 2007)

HDM Luftrettung

Deutsche Rettungsflugwacht

Arbeiter-Samariter-Bund RV München

Homepage Christoph München