Hypoxie

Sauerstoffmangel und Entzündungsreize induzieren analoge Signalwege. Erforschung physiologischer Anpassungsmechanismen und der Regulation der hypoxisch-inflammatorischer Signalwege sind für die Entwicklung neuer Diagnostik- und Therapieoptionen z.B. bei terminalen Lungenerkrankungen wichtig.

Forschungsthemen - Schwerpunkte

Hypoxisch-inflammatorische Genregulation Die hypoxisch-inflammatorische Genregulation mit Ihren Schlüssel-regulatoren, den Hypoxie-induzierbaren Faktoren, dient der Anpassung des Körpers an Sauerstoffmangel und inflammatorische Erkrankungen. Genetische Varianten bewirken eine verbesserte Hypoxietoleranz, wie wir kürzlich bei Patienten mit akutem Lungenversagen zeigen konnten. Gegenwärtig analysieren wir an Patienten mit terminaler Lungenerkrankung, die zur Lungentransplantation gelistet sind, ob genetische Varianten Einfluss auf das Auftreten eines pulmonalarteriellen Hypertonus und das Outcome nach Lungentransplantationen haben. Hierzu werden u.a. die genetischen Varianten des Empfängers mit perioperativen funktionellen Lungenfunktionswerten sowie klinischen Variablen korreliert und analysiert.
Höhenanpassung Schneller Aufstieg in große Höhen kann zu Berg- oder Höhenkrankheit führen. Prädiktoren für deren Auftreten gibt es bisher nicht. Wir erforschen klinische und molekulare Mechanismen im Rahmen von Expeditionsstudien, um Berg- und Höhenkrankheit besser zu verstehen. Wir kooperieren mit dem EURAC Research Center in Bozen, welches die weltweit modernste Druckkammer  für normobare und hypobare Hypoxie betreibt und können so unter standardisierten Bedingungen forschen.
Intraoperative Zytokinadsorption bei Lungentransplantationen In einer prospektiv, randomisierten, doppelblinden MPG-Studie untersuchen wir, ob eine intraoperative Zytokinadsorption bei Patienten, die sich einer Doppellungentransplantation unterziehen Einfluss auf die primäre Graft-Dysfunktion, gemessen anhand des Oxygenierungsindex hat. Des Weiteren analysieren wir, ob Patienten mit spezifischen genetischen Varianten hiervon profitieren.

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. Simon Schäfer |    simon.schaefer@med.uni-muenchen.de
Dr. Tobias Kammerer |    tobias.kammerer@med.uni-muenchen.de
Dr. Barbara Schuba |    barbara.schuba@med.uni-muenchen.de

Wichtigste Kooperationspartner

Professor Hermann Brugger, EURAC-Research Center, Bozen, Italien Das EURAC-Research Center betreibt seit 2019 das Terra X Cube, eine weltweit einzigartige Simulationskammer für extreme Witterungsbedingungen. Hier können wir normobare und hypobare Hypoxie, Kälte, Regen und Schnee unter standardisierten Bedingungen simulieren.
Professor Randall Johnson, Department of Physiology, Development and Neuroscience, University Cambridge 2019 wurden wir mit dem Cambridge-LMU-Strategic-Partnership-Programm für translationale Hypoxieforschung ausgezeichnet. In Kooperation mit Professor Randall Johnson, einem der führenden Wissenschaftler im Bereich der hypoxisch-inflammatorischen Genregulation können wir  nun an beiden Standorten gemeinsame Projekte durchführen.
PD Dr. Teresa Kauke, Labor für Immungenetik und molekulare Diagnostik, LMU PD Dr. Kauke ist klinisch-operative Kooperationspartnerin und hat eine prospektive Datenbank mit Lungentransplantationspatienten aufgebaut.

Ausgewählte Publikationen

https://aoemj-biomedcentral-com.emedien.ub.uni-muenchen.de/articles/10.1186/s40557-018-0276-2
http://anesthesiology.pubs.asahq.org/article.aspx?articleid=1918371
http://bmcanesthesiol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12871-016-0225-y
http://www.mdpi.com/1422-0067/18/6/1266/htm
https://academic.oup.com/ejcts/article-abstract/54/2/328/4862496

Link

https://terraxcube.eurac.edu/de/