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Hämostaseologie und perioperatives Blutungsmanagement

Blutungen zu behandeln und Gerinnungsstörungen zu detektieren ist Kernkompetenz der Anästhesiologie und Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe. Eine Verbesserung von Diagnostik und Therapie bei Blutungen mag das Outcome künftig verbessern.

Forschungsthemen - Schwerpunkte

Direkte orale Antikoagulanzien – endlich detektierbar?! Direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs) wie Dabigatran oder Apixaban können mittels klassischer plasmatischer Gerinnungsteste nicht diagnostiziert werden. Wir entwickeln daher thrombelastometrische Teste, um DOAKs am Patientenbett innerhalb weniger Minuten detektieren zu können.
Hyperfibrinolyse oder Hypofibrinolyse: Was ist gefährlicher? Hyperfibrinolyse ist eine gefürchtete Gerinnungsstörung nach Trauma oder in der Kardioanästhesie, weswegen zunehmend Antifbrinolytika wie Tranexamsäure prophylaktisch verabreicht werden. Eine Antifbrinolytikawirkung kann bisher nicht gemessen werden. Wir erforschen neue Teste, um Hypo- und Hyperfibrinolyse gegeneinander abgrenzen und eine Rationale für die Gabe von Tranexamsäure schaffen zu können.
Blutungsalgorithmen: verbessert dies das Outcome? Blutungsalgorithmen werden in der Geburtshilfe, bei Trauma oder bei intraoperativen Blutungen empfohlen. Anhand von BIG DATA Analysen an vielen 10.000 Patienten und medizininformatischen Ansätzen analysieren und optimieren wir die Behandlung von akuten Blutungssituationen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Herrn PD Dr Christian Hinske.
Antikoagulation in der Kardioanästhesie Antagonsierung von Heparinen mittels Gabe von Protamin ist klinischer Standard. Da Protamin selbst eine antikoagulatorische Wirkung besitzt, ist eine Abgrenzung von residuellem Heparineffekt und Überprotaminisierung bisher kaum möglich. Wir erforschen neue Teste, um Heparin- und Protaminwirkung gegeneinander abgrenzen zu können.

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. Simon Schäfer |   simon.schaefer@med.uni-muenchen.de
Dr. Philipp Groene |   philipp.groene@med.uni-muenchen.de
Dr. Alice-Christin Acevedo |   alicechristin.acevedo@med.uni-muenchen.de

Wichtigste Kooperationspartner

PD Dr. Christian Hinske, Arbeitsgruppe perioperative biomedizinische Informatik Die Erkennung thrombelastometrischer Muster ist essentiell um zwischen der Wirkung von direkten oralen Antikoagulanzien, Dilutionskoagulopathien oder anderen Gerinnnungsstörungen zu unterscheiden. Biomedizinische Techniken wie die Erstellung neuronaler Netzwerke nutzen wir um diese Muster zu erkennen. Des Weiteren analysieren wir die Blutgerinnungsdaten tausender Patienten und nutzen moderne bioinformatische und statistische Techniken.
Professor Dr. Michael Spannagl, Abteilung für Transfusionsmedizin, Zelltherapeutika und Hämostaseologie Wir arbeiten mit hämostaseologischen Experten verschiedener Fachdisziplinen zusammen um interdisziplinär Gerinnungsfragestellungen optimal bearbeiten zu können.