Liane Kayser

Landschaften und Akte

Ausstellung vom 13.7. bis 7.10.2016

Liane Kayser, Jahrgang 1947, malt seit über 50 Jahren. Ihr Gesamtwerk umfasst über 500 künstlerische Arbeiten – hauptsächlich Malerei, aber auch Grafik und Skulptur.

Außergewöhnlich ist auf der einen Seite ihre Diversität: Betrachtet man ihre Werke ohne ihre Herkunft zu kennen, möchte man kaum glauben, dass sie alle von ein und derselben „Feder“ stammen. Auf der anderen Seite eint ihre Malerei ein eigener, starker, farblicher Ausdruck, der alle Ihre Werke durchzieht. Ausgangspunkt ihres Schaffens ist dabei immer der reale Gegenstand, den sie formal und farbig bildnerisch dichtet. Ihr künstlerisches Spektrum reicht von abstrakt-konstruktivistischer Malerei, über Stillleben, Landschaften und Portraits im Stile der Moderne, mit starkem Einfluss der Maler des Blauen Reiters, Matisse, Picasso, Cézanne – bis hin zu altmeisterlich-feinen Details und Studien, die sie in größere radikale Kontexte einbezieht.

Diese künstlerische und technische Vielfalt bildet sich auch in den Formaten ab, von kleinen Studien bis hin zu großformatigen Arbeiten findet sich alles in ihrem Oeuvre.

Die Künstlerin absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte in Würzburg und München. Das Nachdenken über die gesellschaftliche Relevanz der Kunst führte in der politisch bewegten Zeit um das Jahr 1968 zu einer vorübergehenden Abkehr von der praktischen Malerei. Sie studierte ab 1969 Pädagogik in München. Als Grund- und Hauptschullehrerin unterrichtete sie zunächst in München, dann bis zu ihrer Pensionierung in Oberbayern.

Wichtig für ihre malerische Arbeit war seit 1986 der Kontakt zu dem in Niederbayern lebenden Maler Carlo Schellemann, der ihr neue Möglichkeiten in Stil und Thematik eröffnete, und mit dem sie eine Freundschaft verband, die bis zu dessen Lebensende währte.  Liane Kayser wohnt seit 30 Jahre zurückgezogen in einer niederbayerischen Idylle im Landkreis Rottal-Inn. Erst 2014 hat sie sich entschlossen, ihr Werk der Öffentlichkeit zu zeigen.

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