Anatomie

Die Abdominalhöhle dient als Aufbewahrungsort für die Baucheingeweide. Sie wird nach vorne und seitlich von der aus Muskeln und Bindegewebsstrukturen gebildeten Bauchwand begrenzt. Dieses Weichteilsystem ist nicht nur für den Schutz der Abdominalorgane vorgesehen, sondern auch Bestandteil des Atmungs- und Bewegungsapparates.

Eine Hernie ist eine Ausstülpung des Bauchfelles durch eine präformierte oder sekundär entstandene Lücke. Primäre Hernien entstehen im Bereich anatomischer Schwachstellen, den sog. Bruchpforten. Dazu gehören die Leistenregion, der Schenkelkanal und der Nabel. Narbenhernien entwickeln sich dagegen im Bereich von Operationsnarben der Bauchdecke und sind Folge ungenügender Vernarbung. So tritt bei fast jeder 10. großen Bauchoperation ein Narbenbruch auf. Entsprechend der Lokalisation der Hernie erfolgte die Bezeichnung als Leisten-, Nabel-, Schenkel- oder Narbenhernie. Bei den primären Hernien kommt die Leistenhernie mit einer Inzidenz von 2% bei Männern und 0,3% bei Frauen am häufigsten vor. Unabhängig von der Hernienlokalisation können in den Bruch ständig oder vorübergehend intra- oder retroperitoneale Organe verlagert sein.

 
 

Zertifikat

Seit 2011 nehmen wir an der Qualitätssicherungs-maßnahme "Operative Therapie der Adipositas" des AN-Institutes für Qualitätssicherung in der operativen Medizin gGmbH teil.