Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen, auch Epithelkörperchen genannt, sind doppelt paarig angelegte linsengroße endokrine Organe von gelblich bräunlicher Farbe in enger nachbarschaftlicher Beziehung zur Schilddrüse. Diese Nebenschilddrüsen produzieren das Parathormon (PTH), ein aus 84 Aminosäuren bestehendes Peptidhormon, das regulativ im Kalziumhaushalt und Knochenstoffwechsel wirkt.

Die häufigste Erkrankung der Nebenschilddrüsen ist der primäre Hyperparathyreoidismus (pHPT). Hierbei handelt es sich um eine Überfunktion mit erhöhten Serum-Kalziumwerten.

Der primäre Hyperparathyreoidismus stellt die dritthäufigste endokrine Erkrankung dar. In Deutschland werden etwa 25 - 30 Neuerkrankungen pro Jahr und 100 000 Einwohnern diagnostiziert. Dies entspricht einer jährlichen Inzidenz von 25 000 – 30 000 Fällen.

Aufgrund der frühen Diagnosestellung sind heutzutage die meisten Patienten beschwerdefrei oder weisen nur diskrete Zeichen eines Hyperkalzämiesyndroms auf. Dies kann sich z.B. in Symptomen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, depressive Verstimmung oder Verlangsamung äußern. Ein schwerer länger andauernder primärer Hyperparathyreoidismus führt zu Organmanifestationen wie Nierensteinleiden, Osteoporose, Magengeschwüren oder Bauchspeicheldrüsenentzündung. Schwere Verlaufsformen können aufgrund eines dramatisch erhöhten Serum- Kalziumspiegels zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Wann und in welcher Weise eine Nebenschilddrüsenüberfunktion operativ behandelt werden sollte möchten wir Ihnen im folgenden darlegen.

 
 

Zertifikat

Seit 2011 nehmen wir an der Qualitätssicherungs-maßnahme "Operative Therapie der Adipositas" des AN-Institutes für Qualitätssicherung in der operativen Medizin gGmbH teil.