Nebenniere

Die beiden Nebennieren liegen retroperitoneal, also außerhalb der Bauchhöhle auf Höhe des 12. Brustwirbelkörpers und des 1. Lendenwirbelkörpers. Sie liegen dem oberen Pol der jeweiligen korrespondierenden Niere auf und befinden sich innerhalb der Nierenfaszie (Gerota-Faszie). Ihr Gewicht beträgt 3-6 g mit erheblicher Variationsbreite. Chirurgisch von Bedeutung ist auf der rechten Seite die enge anatomische Beziehung zur großen Hohlvene (Vena cava inferior) sowie linksseitig die Beziehung zur Milz und Bauchspeicheldrüse. Die Nebennierenrinde, die etwa 90 % des Gesamtorgans ausmacht, ist dreischichtig aufgebaut, wobei die außenliegende Zona glomerulosa vor allem das Mineralokortikoid Aldosteron bildet, die mittlere Zona fasciculata Glukokortikoide und die innere Zona reticularis Sexualhormone. Das Nebennierenmark produziert die Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin. Die Funktion der Nebenniere wird im wesentlichen durch die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gesteuert.

Chirurgisch von Bedeutung sind in erster Linie Tumoren der Nebennieren. Diese können hormonaktiv oder inaktiv und gutartig oder bösartig sein. In vielen Fällen ist zur Diagnosestellung eine sehr aufwändige Labordiagnostik erforderlich. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Endokrinologen und Chirurgen spielt dabei eine bedeutende Rolle.

 
 

Zertifikat

Seit 2011 nehmen wir an der Qualitätssicherungs-maßnahme "Operative Therapie der Adipositas" des AN-Institutes für Qualitätssicherung in der operativen Medizin gGmbH teil.