Nierenversagen

NierenersatzverfahrenNierenversagen bedeutet Verschlechterung oder Verlust der Nierenfunktion. Man unterscheidet zwischen dem chronischen und dem akuten Nierenversagen. In beiden Fällen funktionieren die Nieren nicht mehr oder nur in sehr geringem Umfang. Der Unterschied liegt in der Zeitspanne und der Prognose. Wie das schwere Lungenversagen ist ein Nierenversagen häufig die Folge einer anderen schweren Akuterkrankung (z.B. Schock jeder Ursache, Infektion). Häufig bringen eine minutiöse Flüssigkeitsbehandlung und Diuresemittel (=Medikamente zur Entwässerung) die Kinder über diese Phase hinweg. Falls das nicht gelingt, kommen Nierenersatzverfahren zur Anwendung. Das sind Blutreinigungsverfahren ähnlich einer Dialyse, die für die spezielle Situation schwerkranker Kinder angepasst sind (Hämofiltration etc.). Bei stabileren Kindern wird häufig eine Bauchfelldialyse gemacht. Spezielle Fälle erfordern den Austausch des Blutplasmas (Plasmapherese). In Zusammenarbeit mit unserer nephrologischen Abteilung (Nierenfachärzte) wird individuell bei jedem Patienten entschieden, welches Verfahren für das Kind am geeignetsten ist.

 

Ansprechpartner

Ärztliche Leitung der PIPS:
Prof. Dr. Thomas Nicolai
OA Dr. Karl Reiter
FOÄ Dr. Carola Schön
FOA Dr. F. Hoffmann

Pflegerische Leitung:
Susanne Riek