Veranstaltungen in der Kinderheilkunde
Die 15 Vorlesungen zu wesentlichen Fachgebieten der Kinderheilkunde (Infektiologie, Pulmonologie, Gastroenterologie, Stoffwechselmedizin, Neurologie, Onkologie, Hämostaseologie, Endokrinologie, Nephrologie, Kardiologie, Neonatologie, Ernährung) nehmen 30% der Pflichtveranstaltungen ein. Die Vorlesungsinhalte werden auf unserer Online-Lernplattform LMUde veröffentlicht.
Jeder Studierende besucht 6 Seminare zu folgenden Themen: Impfungen, Radiologie, Entwicklungsneurologie, Gastroenterologie, Notfälle und Kommunikationstraining. Im Rahmen eines Säuglingsuntersuchungskurses werden die Studenten auf das Blockpraktikum vorbereitet, in dem die Besonderheiten der Anamnese und körperlichen Untersuchung im Säuglingsalter herausgearbeitet und geübt werden.
In 8 zweistündigen Tutorials nach der POL (problemorientiertes Lernen)-Methode bearbeiten die Studierenden 4 klinische Fälle. Jede Gruppe wird in der Regel 3 Wochen lang kontinuierlich von einem Tutor betreut, welcher an einem fünftägigen Hochschullehrertraining teilgenommen hat und in zwei Briefings auf die Fälle vorbereitet wurde.
Zum Training differentialdiagnostischer Überlegungen und zur Schärfung des klinischen Blickes erfolgt ein dreistündiges Repetitorium, in dem interaktiv anhand kurzer Fallvignetten und Bilder die diagnostische und therapeutische Vorgehensweise wichtiger pädiatrischer Krankheitsbilder diskutiert werden. Das somit erworbene Wissen wird abschließend in einer schriftlichen Prüfung mit offenen Fragen erfasst.
Im Anschluss daran beginnt das einwöchige Blockpraktikum in Gruppen à 3 Studenten, in dem die Studierenden den ärztlichen Alltag erproben sollen. Hieran sind 20 Intensiv- und Normalstationen, Ambulanzen und Tageskliniken beteiligt. Zuständig sind die Oberärzte der Abteilungen. Die Studenten werden in den klinischen Alltag integriert, bekommen Patienten zugewiesen und sollen auf diesem Wege Kenntnisse, praktische Fertigkeiten und angemessenes ärztliches Verhalten vermittelt bekommen. Abschließend wird die Erstellung eines Arztbriefes gefordert. Die erbrachten Leistungen werden in einem Logbuch festgehalten, die Benotung erfolgt mithilfe eines standardisierten Bewertungsbogens.