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Pädiatrische Radiologie

Die Kinderradiologie stellt in jeder Hinsicht eine besondere Herausforderung dar. Um richtige Diagnosen bei Kindern stellen zu können, ist eine besondere Begabung mit Kindern verschiedenen Alters, unterschiedlichen Krankheiten und Verletzungen in für die Kinder belastenden Situationen umgehen zu können, wichtig. Zudem ist medizinisch und technisches Wissen, fachliche Expertise und eine angemessene Ausstattung mit technischen Großgeräten notwendige Voraussetzung für eine bestmögliche Diagnosestellung.

In unserer Abteilung für Pädiatrische Radiologie werden jährlich über 16 000 Untersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus werden weit über 1000 Fremduntersuchungen eingelesen und konsiliarisch von den Radiologen begutachtet. Unsere Abteilung verfügt über zwei Röntgenaufnahmetische mit verschiedenen Dosismesskammern, ein Thoraxwandstativ speziell für Kinder, ein Rasterwandstativ, ein speziell für Kinder angefertigtes Durchleuchtungsgerät, zwei fahrbare Röntgengeräte für die drei Intensivstationen im Haus, zwei moderne Ultraschallgeräte und einen Computertomographen. Die MRT und PET-CT Untersuchungen können in enger Kooperation mit dem Institut für Diagnostische Radiologie und dem Institut für Nuklearmedizin durchgeführt werden.

Unsere Abteilung ist eine der größten von insgesamt etwa 60 Kinderradiologischen Abteilungen in Deutschland unter der Leitung von Herrn Prof. Karl Schneider, Facharzt für Pädiatrie und Kinderradiologie und seiner Stellvertretung Frau OÄ Dr. med. Birgit Kammer, Fachärztin für Diagnostische Radiologie und Kinderradiologie. Zu unserem Ärzteteam gehören Frau Dr. med. Ingrid Krüger-Stollfuß, Fachärztin für Diagnostische Radiologie (½ Stelle), Frau Dr. med. Veronika Teusch, angehende Fachärztin für Diagnostische Radiologie (1 Stelle) und Frau Christiane Bräuninger, Weiterbildungsassistentin (½ Stelle).

Pro Jahr bilden wir in unserer Abteilung etwa 10 angehende Fachärzte für Kinderheilkunde in der Sonographie aus und weisen die Praktikanten der Berufsfachschule für medizinisch technische Radiologieassistenten in die Kinderradiologie und den angewandten Strahlenschutz ein. Unsere Abteilung umfasst zudem 6 Planstellen für MTA-R`s und 1 ¾ Planstellen für Kinderkrankenschwestern.

Ein besonderes Anliegen in der Kinderradiologie stellt der Strahlenschutz dar. Die Indikation zu jeder Röntgenaufnahme, zu jeder Durchleuchtungsuntersuchung und zu jeder computertomographischen Untersuchung muss von einem Spezialisten überprüft werden und die entsprechenden Röntgenaufnahmegeräte und Untersuchungsparameter müssen auf die Belange der Kinder zugeschnitten sein. Kinder werden mit speziellen Vorfilterungen an der Röntgenröhre, mit hochempfindlichen Speicherfolien-Systemen und digitaler Bildverarbeitung, mit niedriger kV- und mAs-Werte und je nach Lebensalter mit oder ohne Raster geröntgt, Um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten, der Aufnahmequalität jedoch ein höchstes Maß zu ermöglichen, werden Bewegungsartefakte durch speziellen Fixiertechniken vermieden, die Aufnahmen werden eng eingeblendet und die Aufnahmeparameter der Fragestellung, der Erkrankung und Verletzung und dem Alter des Kindes angepasst.

Im Gegensatz zur Erwachsenenradiologie kann die überwiegende Anzahl der Aufnahmen in der Kinderradiologie nicht mit einer Belichtungsautomatik oder standardmäßig angefertigt werden. Die speziellen Anforderungen an eine „gute“ Kinderradiologie setzten eine spezielle Ausbildung der Ärzte, der MTA-R und der Kinderkrankenschwestern und einen großen Erfahrungsschatz voraus.