Betreuungskonzepte

Die ganzheitliche Betreuung der CF-Patienten beruht aus einem seit vielen Jahrzehnten vertrauten und bewährten Konzept der regelmäßigen ambulanten Vorstellung und Führung der von der Erkrankung Betroffenen von der Geburt bis ins hohe Erwachsenenalter. Entscheidend aus unserer Sicht für den Behandlungserfolg ist die kontinuierliche, langjährige Betreuung durch ein erfahrenes Team, welches alle relevanten Berufsgruppen umfasst und den Patienten Lösungsmöglichkeiten für alle auftretenden Probleme bietet. Ziel ist es, den Patienten durch Höhen und Tiefen seiner Erkrankung im Leben zu begleiten und erprobte Verhaltens- und Handlungsempfehlungen auszusprechen, deren Realisierung in enger Zusammenarbeit mit dem Betroffenen, seiner Familie und dem Behandlungsteam erfolgt.

Hierzu ist es notwendig, dass die Patienten sich wenigstens alle 3 Monate regelmäßig vorstellen, engermaschige Kontrollen werden bei instabilem Krankheitsverlauf oder besonderen Problemen vereinbart. Unser Ziel ist es, dass die Patienten von unserem reichhaltigen Erfahrungsschatz, den wir im Laufe der Jahrzehnte bei anderen Patienten gesammelt haben, profitieren, ohne dass sie im Einzelfall die gleichen Krankheitserfahrungen machen müssen.

Unser Behandlungskonzept schließt einerseits vor Ort die niedergelassenen Ärzte und ggf. auch Psychologen mit in die Betreuung ein, andererseits bieten wir eine umfassende stationäre Betreuung mit allen Möglichkeiten der modernen Medizin.

Jeder einzelne CF-Patient und jede einzelne CF-Patientin ist mindestens einem der beiden leitenden Oberärzte der Ambulanz persönlich über Jahre und Jahrzehnte bekannt und zugeordnet. Wenn jüngere Betreuer mit in die Versorgung eingebunden werden, wird jeder Patient routinemäßig mit einem der beiden Oberärzte direkt (telefonisch oder persönlich) besprochen. Besteht die Notwendigkeit, wird der Patient von einem dieser Oberärzte jederzeit angesehen.

Darüber hinaus werden alle Patienten der vergangenen Woche (mit ihren Befunden) in der wöchentlichen CF-Besprechung ausführlich im Behandlungsteam besprochen und eine Qualitätskontrolle durchgeführt sowie das langfristige Behandlungskonzept festgelegt.

   

Transition innerhalb des gemeinsamen Mukoviszidosezentrum der LMU

In einem speziellen über viele Jahre optimierten Transitionsprogramm wandern erwachsene Patienten in einem Transitionskorridor zwischen 18 und spätestens 30 Jahren von der Christiane-Herzog-Ambulanz an die Erwachsenenambulanz des gemeinsamen Mukoviszidosezentrum der LMU. Es besteht ein kontinuierlicher Informationsfluss durch Zugriff auf die elektronische Akte. Weitere wichtige Verlaufsinformationen und Erfahrungen mit dem einzelnen Patienten werden im engen persönlichen Kontakt, der durch regelmäßige monatliche Treffen der Ambulanzleiter aufrechterhalten wird, ausgetauscht.


                
Konsiliarische Untersuchung von externen CF-Patienten

Selbstverständlich bieten wir allen CF-Patienten diagnostischen und therapeutischen Rat im Rahmen konsiliarischer Vorstellungen in unserem Zentrum. Hierfür haben wir einen besonderen Ablauf und besondere Sprechzeiten vorgesehen, um sie angemessen zu beraten zu können. Stationäre Untersuchungen und Therapien sind nach besonderer Vereinbarung ebenfalls möglich.

Terminvereinbarungen über unser Sekretariat
Klärung der Kostenübernahme bei Patienten aus dem Ausland

Qualitätszirkel und Zusammenarbeit mit anderen Bayerischen CF-Ambulanzen

Seit vielen Jahren organisiert unsere Ambulanz federführend mindestens 2x jährlich den Bayerischen Qualitätszirkel. Hierzu werden alle Ambulanzen Bayerns eingeladen und es werden schwierige Fälle in der Gruppe besprochen.

„Shared-Care“ und „Verbundbildung“

Um die CF-Patienten unserer Ambulanz möglichst gut zu betreuen, halten wir es für unbedingt erforderlich, dass sich diese wenigstens 4x pro Jahr regelmäßig vorstellen. Der Patient muss sein Behandlungsteam und das Behandlungsteam muss seine behandelnden Patienten kennen. Von sehr großer Wichtigkeit ist für uns auch, dass der Behandler ein kompetenter Behandler ist, der CF-Patienten sicher und selbstständig behandeln kann. Aus diesem Grunde halten wir es nicht für sinnvoll, dass Patienten nur jährlich zu einem „Check-up“ kommen, da sie auf diese Weise nicht vom Erfahrungsschatz der CF-Ambulanz profitieren können und eine schlechtere Behandlung erfahren.

 

Ansprechpartner

Anmeldung:
Mo.-Fr. 09.00-12.00 Uhr
Mo.-Do. 14.00-17.00 Uhr
Tel.: 089/4400-57878
Fax: 089/4400-57879
E-Mail:
CF-Ambulanz@med.uni-muenchen.de