Interreg CE – Focus in CD

Förderprogramm Interreg Central Europe

Kooperation im Bereich Innovation – für ein wettbewerbsfähiges Mitteleuropa

Die Priorität ist die Vernetzung zwischen den Akteuren zur Stärkung regionaler Innovationspotenziale sowie die Verbesserung von Wissen und Fertigkeiten.

Projektname

“Focus in Celiac Disease - Innovative patient centred health care services – advantages of establishing a close network

in celiac disease patient health care”

Projektnummer CE111

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Allen Bürgern ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Leben von Geburt bis ins hohe Alter zu ermöglichen – das ist angesichts einer steigenden Lebenserwartung eine der größten sozialen Herausforderungen in der Europäischen Union. Die frühzeitige Prävention, Diagnose und Behandlung chronischer Erkrankungen ist ein bedeutender Baustein um dieses Ziel zu erreichen und ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem zu gestalten. 

Die Zöliakie ist eine dieser chronischen Erkrankungen. Das eigentlich harmlose Getreideeiweiß Gluten löst bei Personen mit einer bestimmten erblichen Veranlagung eine Überreaktion des Immunsystems aus. Die dadurch hervorgerufene Entzündung im Dünndarm führt dazu, dass Nährstoffe nicht mehr ausreichend in den Körper aufgenommen werden. Zu den Symptomen zählen Durchfall oder Verstopfung, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust aber auch weniger offensichtliche Symptome wie Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen oder Muskelschmerzen.

In Europa ist circa 1% der Bevölkerung von Zöliakie betroffen, in Zentraleuropa schätzt man die Zahl auf 5 Millionen Patienten. Doch wie Bevölkerungsstudien zeigen dürfte die Dunkelziffer weitaus höher liegen. Die Zeit zwischen dem Auftreten erster Symptome und der Diagnosestellung beträgt oft mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte.

Dabei kann Zöliakie durch eine lebenslange glutenfreie Ernährung, also durch den vollständigen Verzicht auf Weizen, Roggen, Gerste und weitere Getreidesoten und daraus hergestellten Produkten, sehr gut behandelt werden. Diese streng glutenfreie Diät bedeutet für die Betroffenen zunächst eine große Umstellung, führt aber ohne jede medikamentöse Behandlung zum Abklingen der Entzündung und damit zum Verschwinden der Symptome.

 

Doch obwohl die Zöliakie sehr gut behandelbar ist, ist die medizinische Versorgung in den verschiedenen Regionen Zentraleuropas noch ausbaufähig. Die Gesundheitssysteme sind sehr unterschiedlich aufgebaut und das medizinische Fachwissen zu Zöliakie ist nicht überall auf demselben Stand. Das Ziel der überregionalen Zusammenarbeit innerhalb des Focus in Celiac Disease Projekts (Focus in CD) ist, das Wissen zur Zöliakie sowohl bei Ärzten und medizinischem Personal als auch bei den Patienten selbst zu verbessern. Dazu sollen zunächst der aktuelle Versorgungs- und Wissensstand erhoben werden. Darauf aufbauend sollen e-learnings für Ärzte und für Patienten entwickelt werden. Eine App soll Ärzten bei der Diagnosestellung der Zöliakie unterstützen. Außerdem sind verschiedene Pilotprojekte zu Wissensvermittlung, Screening, Patientenschulung etc. geplant, die von den einzelnen Partnern entwickelt und getestet werden. Das Hauptziel ist der Aufbau eines Patienten-bezogenen Gesundheitsservices, um allen von Zöliakie Betroffenen ein gesundes und unbeschwertes Leben zu ermöglichen.

Projektdauer:

Von 01. Juni 2016 bis 31. Mai 2019 (36 Monate)

Gesamtvolumen:

188.418,99 Eur

davon 80-85% finanziert durch das Interreg Central Europe Programm,

15-20% Co-finanzierung durch Projektpartner und exteren Partner

 

Projektpartner:

  1. Municipality of Maribor, Ulica heroja Staneta 1, 2000 Maribor, Slovenia – lead partner
  2. University medical center Maribor, Ljubljanska ulica 5, 2000 Maribor, Slovenia,
  3. E-Institute, Institute for comprehensive development solutions, Čučkova ulica 5, 2250 Ptuj, Slovenia,
  4. University hospital center Rijeka, Istarska 43, 51000 Rijeka, Croatia,
  5. University of Trieste, Piazzale Europa 1, 34100 Trieste, Italy
  6. Association of celiac patients Primorsko-goranska County,
  7. Drage Gervaisa 52, 51000 Rijeka, Croatia,
  8. Institute for Maternal and Child health  IRCCS “Burlo Garofolo”, Via dell’Istria 65/1, 34100 Trieste, Italy,
  9. Ludwig-Maximilian‘s-University medical center, Lindwurmstraße 4, 80337 München, Germany,
  10. Hungarian celiac society, Palanta utca 11, 1025 Budapest, Hungary,
  11. Heim Pal Children’s hospital, Üllöi ut 86, 1089 Budapest, Hungary,
  12. Child health foundation, Lindwurmstraße 4, 80337 München, Germany,
  13. Primorje – Gorski Kotar County, Slogin kula 2/1, 51000 Rijeka, Croatia

Logos Partner

 

Ansprechpartner

Ansprechpartner

Leitung:
Fr. Prof. Dr. Sibylle Koletzko


Anmeldung NEUE Patienten

Mo.-Fr. 10.00-14.00 Uhr

Fr. Demir

Tel.: (089) 4400-53163

Fax: (089) 4400-57722

E-Mail: ambulanztermine.hauner@med.uni-muenchen.de

 

Anmeldung bekannte Patienten:
Tel.: 089/4400-53679
(Ambulanztermine)
Tel.: 089-4400-53691
(Funktionsdiagnostik/Atemteste)
Fax: 089/4400-57898

Ambulanzzeiten:
Nach Terminvergabe