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1. internationales Klaus Betke Symposium

mit erstmaliger Verleihung des Dr. August von Hauner Preises

01.03.2013 - 1. Internationales Klaus Betke Symposium am Tag der Seltenen Erkrankungen (1./2. März 2013)

 

Das Dr. von Haunersche Kinderspital ehrt seinen ehemaligen Direktor Professor Klaus Betke (1914-2011) mit einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema seltene Erkrankungen der roten Blutzellen. Professor Betke war ein Pionier der Kinder-Hämatologie. Auch heute ist das Dr. von Haunersche Kinderspital Referenzzentrum für Kinder mit Erkrankungen der roten Blutzellen. Über 300 Kinder jährlich werden hier mit Bluterkrankungen betreut, die nicht in den Formenkreis der Leukämien gehören. Darunter fallen zum Beispiel die Sichelzellanämie und die Thalassämie. Die Sichelzellanämie ist die erste Erkrankung überhaupt, bei der eine genetische Ursache identifiziert werden konnte. In Deutschland ist diese Erkrankung sehr selten, Schätzungen gehen von ca. 2000 Patienten aus, die meisten davon sind Kinder. Die Erkrankung führt aufgrund eines kleinen Webfehler zur fehlerhaften Bildung einer Komponente des roten Blutfarbstoffes (beta-Globin). Folge sind Blutarmut (Anämie), schwerste und lebensbedrohliche Schmerzkrisen, chronische Organschäden und eine stark verkürzte Lebensdauer. Im Haunerschen Kinderspital werden derzeit 25 Patienten mit einer Sichelzellanämie betreut.

Ärzte und Wissenschaftler aus aller Welt präsentieren beim Klaus-Betke Symposium ihre Forschungsergebnisse und tauschen sich bezüglich neuer Behandlungsverfahren aus. Ein Durchbruch in der Therapie von Patienten mit Hämoglobinopathien wurde durch die wissenschaftliche Arbeit von Professor David G. Nathan am Children’s Hospital der Harvard Medical School möglich. Er legte nicht nur die Grundlagen einer Behandlung, die eine Eisenüberladung verhindert, sondern zeigte den Nutzen einer Hydroxyurea-Therapie bei Patienten mit bestimmten Hämoglobinopathien. Als enger Weggefährte von Klaus Betke ist er auch dem Haunerschen Kinderspital eng verbunden. Für sein Lebenswerk wird er mit der erstmals verliehenen Dr. von Hauner Medaille ausgezeichnet.

Nathan bei KBS

Genetische Erkrankungen der roten Blutzellen sind in Deutschland sehr selten. Weltweit aber sind ca. 200 Millionen Menschen Träger von genetischen Webfehlern in den Genen des roten Blutfarbstoffes. Das Klaus-Betke Symposium weist darauf hin, dass die Sorge um die “Waisen der Medizin” eine weltweite Aufgabe ist. In enger klinischer und wissenschaftlicher Zusammenarbeit setzen sich die Ärztinnen und Ärzte des Dr. von Haunerschen Kinderspitals dafür ein, die Diagnostik zu verbessern und neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, für wenige Patienten in Deutschland, deren Schicksal oft vergessen ist, und für viele Patienten weltweit.

 

 

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