Phimose

Bei der Phimose handelt es sich um eine Verengung des Präputiums (Vorhaut), die ein Zurückstreifen über die Glans (Eichel) verhindert. In den ersten Lebensjahren ist dies fast immer normal und nicht pathologisch, später betrifft es etwa 2–4% der Knaben und Männer. Bei Vorliegen einer als patholoisch zu wertenden Vorhautverengung sollte zunächst eine lokale Steroidbehandlung des Präputiums erfolgen. In 80–90% der Fälle weitet sich das Präputium bis zur freien Zurückstreifbarkeit und eine Beschneidung (Zirkumzision) kann vermieden werden. Von einer Paraphimose spricht man, wenn die Vorhaut zurückgestreift wurde und sich dann nicht mehr über die Eichel zurückschieben lässt. Dies stellt einen Notfall dar und bedarf sofortiger Behandlung. Entzündliche Prozesse der Glans und des Präputiums (Balanitis, Balanoposthitis) werden lokal behandelt.