Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)

Autismus-Spektrum-Störungen sind durch Auffälligkeiten in der wechselseitigen sozialen Interaktion, in der Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensmuster charakterisiert. Sie treten zumeist mit Verzögerungen in der kognitiven und sprachlichen Entwicklung auf, können jedoch auch ohne diese vorkommen. Eine Diagnosestellung kann bereits im Kleinkindalter erfolgen.

 

Diagnostik

  • Ausführliche entwicklungsneurologische Untersuchung zur differenzialdiagnostischen Abgrenzung zugrunde liegender genetischer oder stoffwechselbedingter Veränderungen
  • Ausführliche psychologische Untersuchung mittels Entwicklungs- und Intelligenzdiagnostik, videogestützer strukturierter Verhaltensbeobachtung, Fragebogenverfahren für Eltern und weitere Betreuungspersonen, sowie Interviewverfahren mit Angehörigen
  • Untersuchung bzgl. etwaiger Teilleistungsstörungen und Komorbiditäten
  • Die Differenzialdiagnostik erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen (körperliche und neurologische Ursachen, Einschätzung des kognitiven Leistungsstandes, alternative Erklärungsmodelle für die Verhaltensauffälligkeiten, sprachliche und kommunikative Kompetenzen) und im interdisziplinären Team. Neben der ärztlichen und psychologischen Untersuchung werden gegebenenfalls weitere Berufsgruppen, wie Sprachheilpädagogik, Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Sozialpädagogik, mit einbezogen.

 

Beratung

  • Beratung und Begleitung der Familie und weiterer Bezugspersonen bezüglich für das Kind und das Familiensystem passender Fördermaßnahmen
  • Beratung hinsichtlich der geeigneten Einbindung in Kindergarten und Schule, sowie der Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt
  • Elternberatung bezüglich des Umgangs mit problematischen Verhaltensweisen
  • Bedürfnisorientierte Gruppenintervention für Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen (BEGRASS), Kontaktperson Margarita Schmidt
  • Sozialrechtliche Beratung und Hilfe bei der Vermittlung von Betreuungs- und Therapieangeboten