Wischproben für Zytostatika-Nachweis

Warum Wischproben?

Eine Reihe von Zytostatika fällt unter die CMR-Stoffe, für die ein Minimierungsgebot gilt, um die Gefährdung von Mitarbeitern möglichst gering zu halten. Wischproben haben sich in den letzten Jahren bewährt, um Kontaminationen an Arbeitsplätzen zu erkennen. Dadurch können Schwachstellen aufgedeckt und Verbesserungen in die Wege geleitet werden. Dies ist auch ein großer Vorzug gegenüber dem Biomonitoring, bei dem die Kontaminationsquelle nicht zugeordnet werden kann. Deshalb empfehlen wir ein Biomonitoring nur noch bei unfallartigen Ereignissen oder wissenschaftlichen Studien.

Ergebnisse von Wischproben

Seit unsere Arbeitsgruppe im Jahre 2000 ein Wischproben-Set entwickelt hat, wurden über 2000 Wischproben analysiert. Die Auswertungen der ersten Jahre wurden bereits publiziert: DAZ 144, 1089 (2004) und Krankenhauspharmazie 26, 391 (2005).

Eine weitere Veröffentlichung mit den neuesten Ergebnissen ist am 19.2.2009 erschienen:

"Empfohlene Grenzwerte für Zytostatika-Kontaminationen" DAZ 149, 802 (2009) (PDF 1,9 MB)

Empfehlungswerte für Fluorouracil (FU) und Platin (PT)

Wie unter "Empfehlungswerte" erläutert, werden jetzt die Befunde für PT und FU nach einem „Ampelsystem“ mit grün, gelb und rot bewertet. Dadurch sind die Ergebnisse nicht nur innerhalb einer Apotheke, sondern auch mit den Resultaten aller anderen Apotheken vergleichbar.

Neue Multimethode MUC6

Damit analysieren wir ab jetzt die sechs Zytostatika Cyclophosphamid, Ifosfamid, Gemcitabin, Methotrexat, Docetaxel und Paclitaxel mit der ausgezeichneten Nachweisgrenze von 0,2 ng/Probe bzw. 0,5 pg/cm² (bei 20 · 20 cm²) in einer einzigen Wischprobe.

Kontakt

Dr. Rudolf Schierl
Tel:  +49 (0)89 / 5160-2463
Fax: +49 (0)89 / 5160-3957

Weitere Informationen zu Ablauf, Kosten und Anmeldung