Mutterpass MC-Health: Erfassung von Daten aus dem Mutterpass bei jungen Erwachsenen im Rahmen der SOLAR-II-Studie (Studie in Ost- und Westdeutschland zu beruflichen Allergierisiken)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Katja Radon, Jessica Kellberger, Sabine Heinrich, Swantje Simon

Beginn: April 2008                                                           Ende: 2010

Finanzierung: gefördert durch das Münchner Zentrum für Gesundheitswissenschaften (MC-Health)

 

Übergewicht und Adipositas zählen zu den häufigsten Ernährungsstörungen in den westlichen Industrieländern im Kindes- und Jugendalter. Da es schwierig ist, einmal aufgetretenes großes Übergewicht zu reduzieren, empfiehlt sich eine frühzeitige Intervention, um Übergewicht und Adipositas so früh wie möglich zu regulieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Das Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der LMU München führte 2007 bis 2010 an über 2000 jungen Erwachsenen die Studie SOLAR II (Studie in Ost- und Westdeutschland zu beruflichen Allergierisiken) durch. Die Probanden im Alter von 21-23 Jahren wurden zur Teilnahme an einer Fragebogenaktion und zu einer medizinischen Untersuchung eingeladen. Zudem wurden von allen Teilnehmern der medizinischen Untersuchung zusätzlich auch deren Mutterpassdaten erfasst. Erfragt wurden unter anderem das Alter und der BMI der Mutter bei der Geburt, die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft, Geburtsgröße/-gewicht und Kopfumfang des Kindes etc.

 

Ziel der Studie war die Untersuchung eines potentiellen Zusammenhangs zwischen dem BMI der Mutter vor und während der Schwangerschaft und dem BMI der Probanden.

 

Es ließ sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Gewichtszunahme der Mutter in der Schwangerschaft und dem späteren Gewicht des Kindes feststellen. Es muss dabei allerdings berücksichtig werden, dass nicht alleine die mütterliche Gewichtszunahme ausschlaggebend für die Entstehung von Übergewicht und Adipositas ist, sondern noch eine Reihe anderer Faktoren auf das Gewicht einwirken. So sind die Schulbildung, das Rauchverhalten der Mutter in der Schwangerschaft oder die Parität der Mutter als auch allgemeine Faktoren wie Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmodi ebenso zu berücksichtigen.