MIROSLAW: MIgrants from Russian-speaking countries, their Occupational health Status and Life Adaptation – a pilot study to identify successful access Ways

Beginn: Oktober 2010                                                             Ende: August 2011

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Katja Radon, Valeriya Blazhko, Anja Boneberger

 

In Bayern leben derzeit ca. 2,5 Millionen Bürger mit ausländischer Staatsbürgerschaft, über 60 % von ihnen im Arbeitsalter. In Bayern stellen derzeit Migranten aus post-sowjetischen Ländern (v.a. Russische Föderation, Ukraine) mit fast 10 % die drittgrößte Migrantengruppe dar. International ist bekannt, dass Migranten – bedingt u.a. durch Sprachbarrieren, fehlende Anerkennung von Bildungsabschlüssen und teilweise auch geringere Qualifizierung als Personen ohne Migrationshintergrund – schlechtere Arbeitsbedingungen haben. Gleichzeitig nehmen weltweit neue Formen der Arbeit zu. Hierzu gehören Arbeit für Zeitarbeitsfirmen sowie in Subunternehmen. Über ihre Arbeitssituation, die Arbeitssicherheit und die möglichen Konsequenzen auf die Gesundheit der Migranten ist bislang wenig bekannt, da sie in wissenschaftlichen Studien häufig unterrepräsentiert sind. Eine Ursache hierfür ist, dass ihre Teilnahmebereitschaft aus einer Vielzahl von Gründen meist niedrig ist. Dies führt zu verzerrten Ergebnissen und einem Fehlen an repräsentativen Daten. Während einige wissenschaftliche Studien in Deutschland zur Gesundheit von vor allem türkischen Migranten vorliegen, sind wissenschaftliche Studien bei Migranten aus post-sowjetischen Ländern bislang sehr selten. Um die Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und die arbeitsmedizinische Versorgung von Migranten aus post-sowjetischen Ländern im Vergleich zu bayerischen Arbeitnehmern ohne Migrationshintergrund erstmals in Bayern repräsentativ zu untersuchen, bedarf es zunächst einer Pilotstudie, um den optimalen Zugangsweg zu einer repräsentativen Stichprobe russisch sprechender Migranten in Bayern zu ermitteln.