SOLAR II: Studie in Ost- und Westdeutschland zu beruflichen Allergierisiken - II

 

Liebe/r Teilnehmer/in von SOLAR II,

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an der ACROSSOLAR-Studie teilnehmen!

 

Wenn…

Sie seit der letzten Befragung Mutter oder Vater geworden sind, und Ihr jüngstes Kind mindestens 1 Jahr alt ist, laden wir Sie herzlich ein, folgenden Online-Fragebogen auszufüllen:

https://de.surveymonkey.com/r/ACROSSOLAR2016

Bitte halten Sie Ihre Probandennummer bereit.

Bitte lesen Sie die Erklärung zum Datenschutz und senden Sie uns Ihre unterschriebene Einwilligungserklärung per Email, Post oder Fax zurück. Sie finden beide hier als Word- und als PDF-Dokument.

 

Falls nicht,…

…bitten wir Sie, uns dies unter folgendem Link mitzuteilen:

https://de.surveymonkey.com/r/Nichtteilnahme_ACROSSOLAR_2016

 


 

Manifestation allergischer Krankheiten bei Jugendlichen in Zusammenhang mit dem Eintritt in das Berufsleben – Untersuchungen zur Abhängigkeit von arbeitsbedingten Faktoren unter Berücksichtigung von Vorkrankheiten, Disposition und außerberuflichen Umweltfaktoren und Ableitung von Vorschlägen zur verbesserten Prävention

 

Die SOLAR II-Studie ist eine Zusammenarbeit folgender Institute/Kliniken:

 

  • Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der LMU München: Katja Radon, Sabine Heinrich, Dr. Jessica Gerlich, Astrid Peters, Anja Schulze, Doris Windstetter, Steffi Kolb, Ulrike Brückner
  • Dr. von Haunersches Kinderspital der LMU München, Abteilung Pneumologie/Allergologie: Prof. Dr. E. von Mutius
  • Kinderklinik der Carl-Gustav-Carus Universität Dresden: Christian Vogelberg, Diana Ellenberg
  • Institut für Epidemiologie der Universität Ulm: Jon Genuneit, Gudrun Weinmayr, Torben Fischer

 

Beginn: 2007                                                                               Ende: 2010

 

Finanzierung: gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie durch das Bundesministerium für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

 

Beruflich bedingte Allergien stehen seit Jahren an der Spitze der angezeigten Berufskrankheiten. Aufgrund des gleichzeitig wachsenden Anteils der Atopiker in der Bevölkerung und der schlechten Prognose von Berufsasthma besteht dringender Handlungsbedarf im Bereich der Primärprävention. Voraussetzung für wirksame Präventionsmaßnahmen sind jedoch fundierte Kenntnisse über individuelle und berufliche Risikofaktoren.

 

Ziel der Solar-Studien ist daher, in einem bevölkerungsbezogenen Ansatz Kinder über den Verlauf der Pubertät bis nach dem Eintritt ins Berufsleben zu beobachten. Hierbei sollte der Einfluss atopischer Erkrankungen auf die Berufswahl untersucht werden. Darüber hinaus sollten erste Hinweise über den attributablen Anteil des Berufs an den Erkrankungen und die Latenzzeit bis zum Auftreten von Berufsallergien gewonnen werden.

 

Nachdem die Studienkohorte 1995/1996 in Dresden und München im Rahmen der International Study for Asthma and Allergies in Childhood (ISAAC II) im Alter von 9 bis 11 Jahren untersucht und 2002-2003 nochmals befragt wurde (SOLAR), wurden diese nun nochmals mittels Fragebogen kontaktiert und klinisch untersucht (SOLAR II). Schwerpunkte des Fragebogens waren neben den atopischen Erkrankungen die berufliche Tätigkeiten, Aktivrauchen, Passivrauchexposition, Stress sowie Umweltfaktoren. Berufliche Tätigkeiten wurden mittels asthmaspezifischer Job Exposure Matrix beruflichen Expositionen zugeordnet. Soweit möglich wurden dieselben Fragebogeninstrumente und klinischen Untersuchungen wie in den Vorgängerstudien verwendet.

 

Insgesamt konnten 2904 Teilnehmer von SOLAR I erneut kontaktiert werden (77%). 2051 Personen nahmen an der Fragebogenuntersuchung teil (71%). 57% davon waren auch bereit an den klinischen Untersuchungen teilzunehmen. 

 

Die 12-Monats-Prävalenz von Asthma-Symptomen lag unter den Teilnehmern der SOLAR II-Studie bei ca. 18 %, über 60 % der untersuchten Probanden reagierten positiv im Epikutantest. 73 % der Probanden waren bereits berufstätig. Von diesen hatten 36 % bereits mindestens eine Tätigkeit aus¬ge¬übt, die aufgrund der damit ver¬bundenen Exposition mit einem hohen Asthmarisiko einher geht.

 

Durch den frühen Einschluss der Teilnehmer in die Studie sowie den langen Beobachtungszeitraum besteht in diesem Follow-up die einmalige Möglichkeit, Langzeitprognosen zu erstellen und spezifische Risikofaktoren für arbeitsbedingte Atemwegserkrankungen und Allergien zu erforschen. Aufgrund der intensiven Nachfassmaßnahmen konnten hohe Teilnahmequoten erzielt werden. In manchen Berufsgruppen fielen die Fallzahlen allerdings relativ gering aus, was die statistische Power der Analysen leicht limitiert.

 

Weitere Infos im Abschlussbericht der SOLAR II Studie unter folgendem Link

http://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/Forschungsberichte/fb415-solar-II.html

 

 

Publikationen zu SOLAR:

 

Abschlussbericht SOLAR II

Abschlussbericht SOLAR I

 

Weinmann T, Gerlich J, Heinrich S, Nowak D, Gerdes J, Schlichtiger J, et al. Establishing a birth cohort to investigate the course and aetiology of asthma and allergies across three generations -  rationale, design and methods of the ACROSSOLAR study. BMC Public Health. 2015; 15(1):1210.

 

Wei J, Gerlich J, Genuneit J, Nowak D, Vogelberg C, von Mutius E, et al. Hormonal factors and incident asthma and allergic rhinitis during puberty in girls. Annals of Allergy, Asthma & Immunology : official publication of the American College of Allergy, Asthma, & Immunology. 2015.

 

Wei J, Gerlich J, Vogelberg C, von Mutius E, Windstetter D, Genuneit J, et al. Do young adults with atopic dermatitis avoid harmful workplace exposure at their first job? A prospective cohort study. International Archives of Occupational and Environmental Health. 2015.

 

Kellberger J, Peters-Weist AS, Heinrich S, Pfeiffer S, Vogelberg C, Roller D, et al. Predictors of work-related sensitisation, allergic rhinitis and asthma in early work life. The European respiratory journal. 2014

 

Kreissl S, Radon K, Dressel H, Genuneit J, Kellberger J, Nowak D, et al. Body mass index change and atopic diseases are not always associated in children and adolescents. Annals of allergy, asthma & immunology: official publication of the American College of Allergy, Asthma & Immunology. 2014

 

Kellberger J, Dressel H, Vogelberg C, Leupold W, Windstetter D, Weinmayr G, Genuneit J, Heumann C, Nowak D, von Mutius E, Radon K. Prediction of the incidence and persistence of allergic rhinitis in adolescents: A prospective cohort study. Journal of Allergy and Clinical Immunology. J Allergy Clin Immunol. 2012 Feb;129(2):397-402, 402.e1-3. Epub 2011 Sep 15

 

Peters AS, Kellberger J, Vogelberg C, Dressel H, Windstetter D, Weinmayr G, Genuneit J, Nowak D, von Mutius E, Radon K. Prediction of the incidence, recurrence and persistence of atopic dermatitis in adolescents: A prospective cohort study. Journal of Allergy and Clinical Immunology 2010;126(3):590-595.

 

Heinrich S, Peters A, Kellberger J, Ellenberg D, Genuneit J, Nowak D, Vogelberg C, von Mutius E, Weinmayr G, Radon K.  Study on Occupational Allergy Risks (SOLAR II) in Germany: Design and methods. BMC Public Health 2011, 11:298.

 

Riu E, Dressel H, Windsetter D, Weinmayr G, Weiland S, Vogelberg C, et al. First months of employment and new onset of rhinitis in adolescents. European Respiratory Journal 2007; 30 (3):549-555

 

Vogelberg C, Hirsch T, Dressel H, Windsetter D, Weinmayr G, Weiland S, et al. Leisure time activity and new onset og wheezing during adolescents. European Respiratory Journal 2007; 30 (4):672-676

 

Genuneit J, Weinmayr G, Radon K, Dressel H, Windsetter D, Rzehak P, et al. Smoking and the incidence of asthma during childhood: results of a large cohort study in Germany. Thorax 2006; 61 (7): 572-578

 

Radon K, Huemmer S, Dressel H, Windsetter D, Weinmayr G, Weiland S, et al. Do respiratory symptoms predict job choices in teenagers? European Respiratory Journal 2006; 27 (4):774-778

 

Radon K, Riu E, Dressel H, Windsetter D, Weinmayr G, Weiland S, et al. Adolescent´s jobs and the course of dermatitis symptoms throughout puberty. Scandinavian Journal of Work, Environmental and Health 2006; 32 (2): 132-137

 

 

 

Kontakt:

arb.solar@med.uni-muenchen.de