Herzlich Willkommen bei der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin! » Forschung » Arbeitsgruppen » Arbeits- und Umweltepidemiologie, Net-Teaching » Forschung » nationale Projekte » abgeschlossene Projekte » SEPIA – Garmisch-Partenkirchner Fall-Kontroll-Studie zu malignen Erkrankungen bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis

SEPIA – Garmisch-Partenkirchner Fall-Kontroll-Studie zu malignen Erkrankungen bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Swaantje Klostermann, Jenny Schlichtinger, Barbara Hartmann, Johannes Molz, Lisa Hager, Katja Radon

Beginn: 2009                                                        Ende: 2015

Finanzierung: Bürgerstiftung Garmisch-Partenkirchen (Pilotstudie), Förderverein „Hilfe für das rheumakranke Kind e.V.“ (Hauptstudie)

 

Die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) ist die häufigste chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter [1]. Man spricht von einer JIA, wenn die Arthritis vor dem 16. Geburtstag beginnt und mindestens 6 Wochen andauert. Ca. 3.000 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von einer akuten JIA betroffen [2]. Experten schätzen die Zahl der nicht akut erkrankten Kinder mit JIA bundesweit auf ca. 30.000 bis 40.000 [3]. Die Neuerkrankungsrate der JIA beträgt pro Jahr etwa 10 pro 100.000 Kinder. Bundesweit ist somit jährlich von ca. 1.500 Neuerkrankungen auszugehen [4].

 

Immer wieder wird für erwachsene Rheumapatienten diskutiert, ob diese im Vergleich zur Normalbevölkerung häufiger bösartige Tumorerkrankungen entwickeln [5]. Im Vordergrund stehen hierbei Lymphome (Non-Hodgkin- und Hodgkin-Lymphome) sowie Hautkrebs (Maligne Melanome, Basaliome). Ob auch bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) ein erhöhtes Krebsrisiko besteht, ist bisher nicht geklärt. In dieser retrospektiven Kohortenstudie mit anschließender Fall-Kontroll-Studie soll gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Kinder und Jugendrheumatologie (DZKJR) in Garmisch-Partenkirchen dieser Frage nachgegangen werden.

 

[1] Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie. http://www.rheuma-kinderklinik.de/. 12.02.2009

[2] Kiessling et al. 1998, Koskull v. et al. 1998

[3] Kompetenznetz Rheuma. http://www.rheumanet.org. 12.02.2009

[4] Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.. http://www.dgrh.de/juvenilearthritis0.html. 12.02.2009

[5] Tennis P, Andrews E, Bombardier C, Wang Y, Strand L, West R et al. Record linkage to conduct epidemiologic study on the association of rheumatoid arthritis and lymphoma in the Province of Saskatchewan, Canada. J Clin Epidemiol 1993; 46(7):685-695.

 

Ergebnisse zur Garmisch-Partenkirchner Fall-Kontroll-Studie zu malignen Erkrankungen bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis