Lärm: Exposition und Befinden - Erfassung der täglichen Lärmexposition und die Korrelation zum individuellen Gesundheitsstatus (LEe)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hedwig Spegel, Nicole Meyer, Sabine Heinrich, I. Kreuzmeier, G. Praml, K. Radon

Beginn: 2004       Ende: 2007

Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

 

Das Ziel der Studie war die Beschreibung der Gesamtlärmbelastung in Bayern sowie die Überprüfung eines möglichen Zusammenhangs zwischen Exposition gegenüber Lärm unter Berücksichtigung anderer Stressoren und dem Befinden der Teilnehmer. Es handelte sich um eine bevölkerungsbezogene Querschnittsuntersuchung mit Befragung und Expositionsabschätzung an 628 Kindern zwischen 8 und 12 Jahren, 633 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren sowie 486 Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren. Kernstück der Untersuchung waren personenbezogene Messungen über 24 Stunden. Parallel dazu wurden die Befindlichkeit sowie die akuten und allgemeinen Beschwerden der Teilnehmer und mögliche Confounder im Zusammenhang zwischen Lärm und Befindlichkeit erfasst. Die Untersuchungen wurden in vier bayerischen Städten (München, Ebersberg, Freising, Grafing) mit unterschiedlicher Einwohnerzahl und Nähe zum Flughafen durchgeführt, um deren Einfluss auf die Lärmbelastung berücksichtigen zu können.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten hohe mittlere Schallpegel über 24 Stunden insbesondere bei bayerischen Kindern und Jugendlichen. Dabei spielte der Lärm während des Schulunterrichts eine besondere Rolle. Weiterhin zeigte sich, dass die subjektive Bewertung des Lärms einen entscheidenden Einfluss auf die Lärmwirkung in Bezug auf das Befinden hatte. Darüber hinaus gab die Studie wichtige Hinweise darauf, dass der Umgang mit Stress und die subjektive Bewertung von wahrnehmbaren Umweltbelastungen wichtige Faktoren für Befindlichkeitsstörungen im Erwachsenenalter spielen.

 

Publikationen:

Abschlussbericht:  http://www.lgl.bayern.de/publikationen/doc/umwelt19_laerm.pdf