Chronische Autoimmunerkrankungen und Tierkontakt (CAT)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: K. Radon, D. Windstetter, L. Poluda, D. Poluda, S. Solfrank, B. Müller

Kooperationspartner: Klinikum der LMU: E. von Mutius, S. Koletzko, HP Schwarz, Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie (Dr. Michels), Kinderkrankenhaus St. Marien Landshut, Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Klinikum St. Elisabeth Neuberg a.d. Donau, Kinderklinik Rosenheim, Klinikum Nürnberg Süd, Universitätsklinik Tübingen, Universitätsklinikum Heidelberg, Klinikum Stuttgart - Olgaspital, Deutsche Klinik für Diagnostik - Wiesbaden, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Zentralkrankenhaus Links der Weser, Marienhospital Osnabrück, Universitätsklinikum Bonn, Universitätsklinkum "Carl Gustav Carus" Dresden, Augenklinik der Universität Heidelberg, Augenklinik der LMU, Universitätsklinikum Erlangen Augenklinik, Augenklinik des Universitätsklinikums Giessen und Marburg, Universitäts-Augenklinik Tübingen, Klinik für Augenheilkunde Wiesbaden

 

Beginn: 2004            Ende: 2008

Finanzierung: Stiftung „Zuckerkrankes Kind“, DCCV, Kinderrheumastiftung

 

Es wird vermutet, dass durch eine Stimulation regulatorischer Zytokine durch Mikroorganismen nicht nur das Risiko für atopische Erkrankungen reduziert wird, sondern auch das Auftreten von Autoimmunerkrankungen sinkt. Während für Allergien vielfach gezeigt wurde, dass Stalltierkontakt vor diesen Erkrankungen schützt, liegen bislang wenige Studien dieser Art für chronische Autoimmunerkrankungen vor. Ziel dieser Untersuchungen war es, dem Zusammenhang zwischen Stalltierkontakt und folgenden chronischen Autoimmunerkrankungen nachzugehen: Diabetes mellitus Typ 1 (DM1), chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie juvenile rheumatoide Arthritis.

Angeschrieben wurden alle Kinder mit einer der Zielerkrankungen sowie Kontrollen aus den gleichen Kliniken. In Bezug auf Diabetes ergaben sich kein Hinweis darauf, dass Stalltierkontakt vor DM1 schützt. Bei Kindern mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ergaben sich Hinweise auf einen protektiven Effekt eines frühkindlichen Stallkontaktes. Bezüglich der juvenilen rheumathoiden Arthritis konnte kein Zusammenhang zwischen dem Wohnort, Leben auf einer Farm, regelmäßigem Kontakt zu Farm- oder Haustieren während der Kindheit und rheumatischer Erkrankungen nachgewiesen werden. Allerdings war allergische Rhinitis invers mit juveniler rheumathoider Arthritis assoziiert.

 

Publikationen:

Radon K, Windstetter D, Poluda AL, Mueller B, von Mutius E, Koletzko S; Chronische Autoimmunerkrankungen und Kontakt zu Tieren (Chronic Autoimmune Disease and Animal Contact) Study Group. Contact with farm animals in early life and juvenile inflammatory bowel disease: a case-control study. Pediatrics. 2007 Aug;120(2):354-61.

Radon K, Windstetter D, Solfrank S, von Mutius E, Nowak D, Schwarz HP; Chronic Autoimmune Disease and Contact to Animals (CAT) Study Group. Exposure to farming environments in early life and type 1 diabetes: a case-control study. Diabetes. 2005 Nov;54(11):3212-6.