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Hintergrundinformationen

Schwere psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, manisch-depressive Erkrankungen und rezidivierende Depressionen werden heute als komplexe Erkrankungen angesehen. Das bedeutet, dass sie durch ein Zusammenspiel von biologischen (z.B. genetischen) und Umweltfaktoren entstehen.

Diagnosen psychischer Erkrankungen werden vom behandelnden Arzt auf Basis der Symptome, von denen die Betroffenen oder ihre Angehörigen berichten, sowie eigener Beobachtungen gestellt. Bisher gibt es keine Biomarker für diese Erkrankungen. Als Biomarker versteht man in der Medizin charakteristische biologische Merkmale (z.B. Gene, Hormone, Eiweiße), die objektiv gemessen werden können und auf einen normalen biologischen oder krankhaften Prozess im Körper hinweisen können.

Als Institut mit einem Schwerpunkt auf biologisch-psychiatrischer Forschung ist es unser Ziel, dazu beizutragen, die Ursachen und den Verlauf dieser Erkrankungen auch auf biologischer Ebene besser zu verstehen. So können uns hoffentlich in Zukunft Biomarker im Zusammenspiel mit Verhaltensbeobachtungen helfen, Diagnosen verlässlicher zu stellen und Krankheitsverläufe besser vorherzusagen.

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass es einen Zusammenhang zwischen schweren mentalen Erkrankungen sowie gedanklichen Fertigkeiten und dem Immunsystem, dem Abwehrsystem des menschlichen Körpers, gibt. In diesem Projekt möchten wir diesen Zusammenhang genauer untersuchen. Dazu möchten wir neue Daten erheben und mit den Daten aus dem Projekt KFO241/PsyCourse verknüpfen.

Die Studie MulioBio wird als Teil des Network of European Funding for Neuroscience Research (ERA-NET NEURON) von EU-Geldern finanziert. Für dieses Projekt haben sich Forscher des Klinikums der LMU München (Prof.T.G. Schulze), der Universität von Nantes, Frankreich (Dr. J. Poschmann) sowie des Krembil Research Instituts in Toronto, Kanada (Dr. I. Jurisica) zusammengeschlossen.

 
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