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Thomas G. Schulze

schulze_2016 Als in seinem Fachgebiet mehrfach ausgezeichneter Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist Prof. Dr. Thomas G. Schulze (Jahrgang 1969) seit 2014 Lehrstuhlinhaber für Psychiatrische Phänomik und Genomik am gleichnamigen Institut (IPPG) an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor hat er den entsprechenden Forschungsschwerpunkt an der Universitätsmedizin der Georg-August-Universität Göttingen geleitet. Im Fokus seiner Arbeit stehen die Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt mit psychischen Erkrankungen wie der bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankung, der Schizophrenie oder der Depression. Die Suche nach neuen individuellen Behandlungsstrategien ist ein erklärter Schwerpunkt in der modernen Psychiatrie.

Thomas G. Schulze hat sein Studium der Humanmedizin an der Universität Erlangen-Nürnberg, in Barcelona/Katalonien und in den USA absolviert; 1997 promovierte er in Erlangen.

Seit 1997 konzentriert er sich wissenschaftlich auf psychiatrisch-genetische Fragestellungen. In seinen bisherigen Positionen in Deutschland (Universität Bonn, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim) sowie in den USA (University of Chicago, National Institute of Mental Health, Johns Hopkins University) hat er maßgeblich an der Etablierung großer Kollektive von Patienten und Kontrollpersonen mitgewirkt. Solche Kollektive bieten die Grundlage für wirklichkeitsnahe Studien und Forschungen. Ein besonderes Augenmerk seiner Arbeit liegt auf der Untersuchung von möglichen genetischen Gemeinsamkeiten und Überlappungen unterschiedlicher Krankheitsgruppen.

National wie international ist Professor Schulze als Forscher umfassend vernetzt. Er ist u.a. Mitglied im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bzw. mehrerer NGFN-Folgeprojekte, des Bipolar Disorder Genome Study (BiGS) Consortium in den USA sowie des internationalen Psychiatric Genomics Consortium. Professor Schulze ist Past President der American Psychopathological Association (APPA), Präsident der International Society of Psychiatrics Genetics (ISPG) sowie Vorsitzender der Genetik-Sektion des Weltverbandes für Psychiatrie (WPA), der ihm kürzlich die Ehrenmitgliedschaft verliehen hat.



 
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