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NetBi-omics

NetBi-omics ist neben PING und PD-CAN eine der drei von allen 9 Verbünden im "Forschungsnetz Psychische Erkrankungen" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung konsentierten Querschnittsplattformen. NetBi-omics wird von Prof. Thomas G. Schulze aus dem BipoLife-Netz heraus koordinert. Kooperiernde Biobankpartner sind Prof. Marcella Rietschel (Mannheim, ASD-Net), Prof. Dr. Dr. Katharina Domschke  (Würzburg, Protect-AD), Prof. Dr. Andreas Reif (Frankfurt, BipoLife) sowie Prof. Dr. Otto Rienhoff (Inst. Für Medizinische Informatik, Göttingen). NetBi-omics baut auf der seit 2010 entwickelten multizentrisch ausgelegten Phänotypsierungs- und Biobankingplattform der Klinischen Forschergruppe (KFO) 241 (www.kfo241.de) auf. Diese Plattform zeichnet sich durch ein differenziertes Datenschutzkonzept aus, welches unter Einbeziehung der Empfehlungen der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) e. V. konzipiert wurde. In den letzten zwei Jahren wurden über 15.000 Bioproben in dieser strikt SOP-regulierten Biobank eingelagert. Auf der Basis dieser in Göttingen und nun auch in München etablierten Infrastruktur soll im Rahmen des BipoLife-Verbundes das Plattformprojekt „Web-based platform for secure multi-site recruitment, phenotype characterization, biobanking, and molecular analyses (Schulze & Reif)“ aufgebaut werden. NetBi-omics stellt somit eine verbundweite Weiterentwicklung dieser Plattform mit Adaptation an die damit gestiegenen Anforderungen an Datenmanagement, Qualitätskontrolle und Datensicherheit dar. Das gemeinsame Datenschutzkonzept für NetBi-omics, PING und PD-CAN ist hier einzusehen.

Eine enge Verzahnung von klinischen und biologischen Ansätzen ist aus moderner und zukunftsfähiger psychiatrischer Forschung nicht mehr wegzudenken; ohne sie sind translationale und personalisierte Ansätze nicht möglich. So werden in Zukunft sowohl klinische als auch biologische Marker, wie genomische oder Bildgebungsbefunde, gemeinsam bei diagnostischen und prognostischen Fragestellungen zum Einsatz kommen. Da sich ein Erfolg in diesem Bereich nur einstellen wird, wenn große Fallzahlen zur Analyse kommen, welche nur durch multizentrische Ansätze garantiert werden kann, muss einer Harmonisierung von phänotypischen und biologischen Daten größtmögliche Priorität eingeräumt werden. NetBi-omics steht für die systematische Erfassung, standardisierte Verarbeitung harmonisierte Analyse von Biomaterialien für genomische, transkriptomische, epigenomische und mikrobiomische Projekte innerhalb des Forschungsnetzes. Durch NetBi-omics wird dem Forschungsnetz zu psychischen Erkrankungen eine zuverlässige, nachhaltige und vernetzte Biobankstruktur für die Erfassung, Verarbeitung, Lagerung und Bereitstellung von Biomaterialien für Analysen zur Verfügung gestellt. Es werden

  1. Biomaterialdaten von möglichst vielen Probanden standardisiert erfasst,
  2. die resultierenden Biomaterialdaten in Kooperation mit den Querschnittsplattformen PD-CAN und PING mit den zugehörigen Phänotypdaten bzw. externen Studiendaten unter Wahrung des Datenschutzes über ein verbundweites einheitliches Identitätsmanagement verknüpft,
  3. ausgewählte Analysen angeboten und
  4. für das Verbundmanagement ein Bestandscontrolling ermöglicht.

Aufgrund der durchgängigen Anwendung von SOPs auf allen Ebenen wird eine hohe Homogenität der Biomaterialerfassung und -verarbeitung gewährleistet. Jeder einzelne Partner im Verbund hat über NetBi-omics Zugriff auf hochstandardisierte Biobankprozesse und molekulare Analysen, die in individuelle Projekte integriert werden können. Dem Gesamtverbund und seinen Partnern wird darüber hinaus die Anbindung an internationale Konsortien wie das Psychiatric Genomics Consortium (http://www.med.unc.edu/pgc) oder ConLiGen (www.ConLiGen.org) ermöglicht.

 
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