Unser Labor

Adaptive Immunantwort in der ZNS Autoimmunität, Emmy Noether Nachwuchsgruppe

Willkommen bei der Arbeitsgruppe von Dr. rer. nat. Anneli Peters

 

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Gruppenphoto unserer Forschungseinheit 

 

Unsere Ziele

Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), in der die Entzündungsprozesse von T Helferzellen, insbesondere von Th1 und Th17 Effektor T Zellen vorangetrieben werden. Daher hat sich die Forschung sowohl in MS Patienten als auch im Tiermodell, der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE), lange Zeit auf T Zellen konzentriert. Allerdings weisen die therapeutischen Erfolge der B Zell-Depletionstherapie darauf hin, dass auch B Zellen eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen. Wir konnten im Tiermodell nachweisen, dass vor allem Th17 Zellen in pathogenen Entzündungsprozessen mit B Zellen kooperieren, da sie die Einwanderung von B Zellen sowie die Bildung ektopischer lymphoider Strukturen im ZNS fördern. Deshalb wollen wir die Interaktionen zwischen autoreaktiven B Zellen und Th17 Zellen bei Entstehung und Progression der Krankheit detailliert untersuchen. Wir wollen verstehen, durch welche Mechanismen Th17 Zellen pathogene B Zellen induzieren und – vice versa – ob und wie B Zellen die Entstehung pathogener Th17 Zellen fördern können. Unsere Forschung soll Einblick in die zellulären Mechanismen und zeitlichen Abläufe der Krankheitsentstehung geben, um zukünftig spezifischere therapeutische Strategien entwickeln zu können.

 

Unser Ansatz

Wir nutzen transgene Mausmodelle, die Autoantigen-spezifische T Zellrezeptoren exprimieren und spontan eine B Zell-abhängige EAE mit akut-chronischem oder schubförmigem Verlauf entwickeln. Aufgrund der spontanen Krankheitsentwicklung sind diese Modelle besonders geeignet, die initialen T:B Zell Interaktionen zu untersuchen. Außerdem induzieren wir EAE durch adoptiven Transfer, da hier zwischen Th17 und Th1 Effekten unterschieden werden kann.

T Zell und B Zellantworten werden mit Hilfe verschiedener Techniken wie z.B. Durchflusszytometrie, ELISA und quantitativer PCR analysiert. Außerdem werden T:B Zellinteraktionen mit Hilfe von konfokaler und intravitaler Mikroskopie (Kollaboration mit AG Kawakami) direkt im Gewebe visualisiert. In unseren Zellkultursystemen können wir die Eigenschaften von T und B Zellen manipulieren, um die molekularen Grundlagen pathogener Eigenschaften besser verstehen zu können.
 

Unsere Unterstützung

Unsere Forschung wird primär durch das Emmy Noether Programm der DFG unterstützt. Außerdem erhalten wir Unterstützung von der ARSEP Stiftung und sind assoziiert mit dem SFB/TR128: Initiierungs-, Effektor- und Regulationsmechanismen bei Multipler Sklerose – von einem neuen Verständnis der Pathogenese zur Therapie. Naturwissenschaftliche Doktoranden können sich für das IMPRS Programm bewerben.

 

 
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