Unser Labor

Immunopathogenese der Multiplen Sklerose

Willkommen bei der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Edgar Meinl

 

AG Meinl Gruppenfoto

Gruppenphoto unserer Forschungseinheit

 

Unsere Ziele

  1. Die Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Die Pathologie dieser Erkrankung ist gekennzeichnet durch persistierende Immunzellen im ZNS, Antikörperproduktion innerhalb des ZNS, Entmarkung mit begrenzter Reparatur der Markscheiden und einer Schädigung der Nervenfasern (Axone). Das Zusammenwirken von eindringenden Immunzellen und hirneigenen Zellen bestimmt die Entwicklung der MS Läsionen. Wir versuchen weitere Einblicke in dieses komplexe Milieu im ZNS von MS-Pateinten zu erzielen.
  2. B Zellen und Autoantikörper bilden einen Mosaikstein in dieser komplizierten Erkrankung. Wir arbeiten an der Entwicklung von Assays, um Autoantikörper nachzuweisen und zu charakterisieren.
  3. Die Therapiemöglichkeiten der MS haben sich durch viele neue immunmodulierende Präparate in den letzten Jahren sehr verbessert. Wir versuchen die Wirkungsmechanismen dieser Präparate besser zu verstehen, das Ansprechen auch Labor-technisch zu beurteilen und so die individuelle Therapie zu optimieren.

 

Unser Ansatz

  1. Ein Ausgangspunkt unserer Arbeit ist die mikroskopische und molekulare Analyse von MS-Läsionen, die wir von verschiedenen Hirnbanken bekommen haben. Wir dissektieren ausgewählte Läsionen und bestimmen Expressionsprofile z.B. mit quantitativer PCR. Funktionelle Effekte von Proteinen, die als reguliert identifiziert worden sind, werden in vitro mit Immunzell- und Gliazellkulturen untersucht.
  2. Wir verwenden Myelin Glykoproteine, zwei-dimensionale Gelelektrophorese, Immunopräzipitation und Massenspektrometrie um neue Autoantigene zu identifizieren. Wir setzen transfizierte Zellen, ELISAs und funktionelle Assays mit einem in vitro Myelinisierungssystem ein, um Autoantikörper zu charakterisieren.
  3. Wir analysieren Blutproben von MS Patienten, um die immunologischen Effekte der Therapie zu beurteilen. Dazu setzen wir die quantitative PCR und die Durchflußzytometrie ein. Mit unseren Zellkultursystemen untersuchen wir die Wirkungsmechanismen immunmodulierender Substanzen.

 

Unsere Unterstützung

Unsere Forschung wird unterstützt von dem neu etablierten SFB/TR128: Initiierungs-, Effektor- und Regulationsmechanismen bei Multipler Sklerose – von einem neuen Verständnis der Pathogenese zur Therapie, dem Kompetenznetz Multiple Sklerose des BMBF, der Gemeinnützigen-Hertie-Stiftung, dem Verein zur Therapieforschung für MS Kranke, SyNergy - Munich Cluster for Systems Neurology, Network of Centres of Excellence in Neurodegeneration (COEN), und Industriegelder. Medizindoktoranden werden in der Regel von dem Promotionsstudium Molekulare Medizin des FöFoLe Programms der LMU unterstützt.

 

 
EN

Direktion

Prof. Dr.

Reinhard Hohlfeld

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Prof. Dr.

Martin Kerschensteiner

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Gruppenleiter

Prof. Dr.

Edgar Meinl

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