Unsere Projekte

Hier geben wir eine Übersicht über unsere Forschungsprojekte:

Zwillingsstudie bei Multipler Sklerose - Dr. Gerdes, Dr. Hecht

Auf der Suche nach der immer noch ungeklärten Ursache der Multiplen Sklerose werden MS-Erkrankte gesucht, die ein eineiiges Zwillingsgeschwister haben, das nicht an MS erkrankt ist. Unter anderem soll untersucht werden ob sich die Darmflora des MS-Erkrankten von derjenigen des Gesunden unterscheidet.

Erkrankungsverlauf der MS unter Immuntherapien

Die Zahl der zugelassenen Immuntherapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und wird sich auch in Zukunft um weitere neue Medikamente erweitern. Der Erkrankungsverlauf, Risiken und Nebenwirkungen sowie Veränderungen im Immunsystem (B- und T-Zellen) unter neuen MS Therapien werden in verschiedenen Projekten z. Teil in Kooperation mit den anderen Arbeitsgruppen untersucht.

GErman NEtwork for REsearch on AuToimmune Encephalitis (GENERATE)

Ziel des Deutschen Netzwerks der Erforschung von autoimmuner Enzephalitis (GENERATE – GErman NEtwork for REsearch on AuToimmune Encephalitis) ist es, durch die Kooperation von Zentren mit klinischer und wissenschaftlicher Expertise Klinik, Verlauf und Therapiestrategien sowie die Immunpathogenese und Neuropathophysiologie der verschiedenen Autoimmunenzephalitiden besser zu charakterisieren. Aufgrund der Seltenheit der autoimmunen Enzephalitis und anderer autoimmuner Hirnentzündungen können neue Erkenntnisse zur Häufigkeit, zu Risikofaktoren, klinischen Symptomen, prognostischen Faktoren und wirkungsvollen Therapien nur im Rahmen großer Fallsammlungen gewonnen werden.

Neuromyelitis optica Studiengruppe (NEMOS)

Die Neuromyelitis optica Studiengruppe (NEMOS) ist eine Initiative von Ärzten aus etwa 25 Kliniken in ganz Deutschland, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Kenntnisse über die NMO zu erweitern und damit die Diagnostik und Therapie der von dieser Erkrankung betroffenen Patienten zu verbessern. Im Vordergrund steht die Gewinnung von Informationen über den Verlauf der Erkrankung und die durchgeführten Therapien bei Patienten mit NMO.

Optische Kohärenztomographie (OCT) - Dr. Havla

Die Netzhaut (Retina) stellt entwicklungsgeschichtlich eine Ausstülpung des Zwischenhirnes dar, ist also entwicklungsgeschichtlich als Teil des Gehirns zu betrachten. So sind die Schichten der Netzhaut mit den Schichten des Kortex vergleichbar.

Mit der Methodik des OCT wollen wir derzeit im Rahmen von Studien in der Neuroimmunologie

• die retinale Pathologie in vivo visualisieren/ quantifizieren (quasi eine „optische Biopsie“ beurteilen)
• zelluläre und axonale Neurodegeneration darstellen
• die Retina als Biomarker und Prädiktor für Krankheitsverlauf und Therapiemonitoring bei neurologischen Erkrankungen etablieren.

Autoinflammatorische Syndrome - Dr. Schuh, Fr. Schlüter

Bei den hereditären autoinflammatorischen Syndromen handelt es sich um Erkrankungen, die mit episodenhaft auftretenden Fieberschübe und multisystemische Entzündungsreaktionen mit unter anderen Gelenkbeschwerden, Myalgien, Serositiden/Pleuritiden, Hautausschlägen, Schmerzsyndromen einhergehen ohne infektiöse Genese und ohne Nachweis von Autoantikörpertitern oder Antigen-spezifische T-Zellen. Ursächlich bestehen genetisch bedingte Veränderungen in Genen, die Entzündungsprozessen vermitteln bzw. an Entzündungsprozessen beteiligt sind.

In den vergangenen Jahren konnten wir zunehmend erwachsene Patienten mit autoinflammatorischen Syndromen (familiäres Mittelmeerfieber, TRAPS, CAPS u.a.) und zusätzlichen neurologischen Symptomen und/oder einer Multiplen Sklerose  identifizieren.

Patienten mit Symptomen, vereinbar mit einem autoinflammatorischen Syndrom, werden systematisch erfasst, ausführlich untersucht und der klinische Verlauf beobachtet. Zudem werden die Mechanismen, die an den multisytemischen Entzündungsrekationen beteiligt sind und die Zusammenhänge von autoinflammatorischen Syndromen mit der Multiplen Sklerose untersucht.

Bildgebung - Dr. Mahler

Gemeinsam mit den Kollegen der Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin  an der LMU München untersuchen wir in verschiedenen Projekten mit Hilfe der Kernspintomographie und neuerer bildgebender Verfahren die Veränderungen die im Rahmen der Multiplen Sklerose im Gehirn und Rückenmark auftreten um weitere Erkenntnisse in der Pathophysiologie der Erkrankung zu gewinnen.

 
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Direktion

Prof. Dr.

Reinhard Hohlfeld

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Prof. Dr.

Martin Kerschensteiner

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Leiterin

Prof. Dr.

Tania Kümpfel

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