Tumormarker und ihr sinnvoller Einsatz
Allgemeine Kriterien zum Einsatz von Tumormarkern
Tumormarker sind im Blut und/ oder in anderen Körperflüssigkeiten zirkulierende Makromoleküle - zumeist Proteine mit einem Kohlenhydrat oder Lipidanteil - deren Auftreten und Konzentrationsänderungen mit dem Entstehen und dem Wachstum von malignen Tumoren eines Individuums in gewisser Beziehung stehen. Sie werden in oder auf Tumorzellen beziehungsweise durch Induktion anderer Zellen gebildet. Für die Diagnostik wäre es ideal, wenn eine Zelle erst nach ihrer malignen Transformation diese Signalsubstanzen in genügender Konzentration in das Blut sezernieren würde und wenn man durch ihren Nachweis den Ursprungsort des Tumors feststellen könnte.
Tumormarker im eigentlichen Sinne, das heißt Marker mit nahezu 100 prozentiger Spezifität (bei benignen Erkrankungen und gesunden Personen nicht nachweisbar) und 100 prozentiger Sensitivität (bei Tumoren auch im Frühstadium immer nachweisbar) gibt es bisher nicht.