Nierenzellkarzinom

 

Das Nierenzellkarzinom ist nach dem Prostata- und Harnblasenkarzinom das dritthäufigste urologische Malignom, die Inzidenz beträgt 17/100.000 bei Männern und 7/100.000 bei Frauen. Der Altersgipfel liegt zwischen 55 und 70 Jahren.

Welche Tumormarker sind beim Nierenzellkarzinom relevant

Spezifische Tumormarker für die routinemässige Diagnostik und zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs des Nierenzellkarzinoms gibt es bisher nicht. Sämtliche kommerziell erhältlichen Screening- und Verlaufsteste haben keine ausreichende klinische Aussagekraft und sollten daher nicht eingesetzt werden. So kann z.B. die häufig für das Nierenzellkarzinom propagierte Tumor-M2-Pyruvatkinase zwar im Rahmen eines Nierenzellkarzinoms exprimiert und freigesetzt werden, dies kann jedoch ebenso imm Rahmen jeder benignen und anderen malignen Erkrankung auftreten. Somit kommt einer vermehrten Freisetzung der Tumor-M2-PK keinerlei diagnostischer oder differentialdiagnostischer Stellenwert zu.