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IVF / ICSI

icsi

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Bei der intrauterinen Insemination (IUI) werden der Patientin gereinigte und besonders gut bewegliche Spermien ihres Partners zum optimalen Zeitpunkt mit einem dünnen weichen Plastikkatheter in die Gebärmutter eingebracht. Dieser kleine Eingriff wird in unseren Sprechstundenräumen durchgeführt und ist nicht schmerzhaft.

Indikationen:

  • Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz termingerechten Geschlechtsverkehrs.
  • Probleme des Eisprungs.
  • Pathologische Interaktion zwischen Sperma und Zervixschleim: Entstehung von Anti-Sperma-Antikörpern
  • Geringgradige Veränderungen der Spermien hinsichtlich Anzahl, Beweglichkeit oder Form.
  • Probleme der Spermien in die Gebärmutter einzudringen.
  • Störung der Ejakulation.
  • Ungeklärte Unfruchtbarkeit.


Vor der Durchführung einer homologen Insemination ist es in manchen Fällen notwendig den Zyklus hormonell zu stimulieren (mit FSH und / oder HMG). Wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Zyklus gut ist, was bedeutet, dass es eine ausreichende Anzahl von Follikeln in periovulatorischem Zustand gibt, wird der Eisprung durch Injektion von hCG ausgelöst. In dem Fall, dass sich mehr als zwei Follikel (Eibläschen) bis in den periovulatorischen Zustand entwickeln, besteht für den Zyklus ein hohes Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft.

Durch die Insemination wird erreicht, dass die Spermien mit besserer Qualität als in der Samenflüssigkeit (durch Konzentration und Aufbereitung im Labor) in die Gebärmutter und dort direkt neben die Eileitermündungen gelangen. Es werden optimale Bedingungen geschaffen, damit es zu einer natürlichen Befruchtung im Körper der Frau kommt. Die Vorteile der Insemination sind, dass dies ein minimal invasives Verfahren mit einer niedrigen emotionalen Belastung ist, der absolut schmerzfrei ist und keiner Betäubung bedarf, da die Spermaprobe mit einem dünnen flexiblen Katheter in die Gebärmutter eingebracht wird.

Normalerweise wird der Patientin nach der Insemination eine Behandlung mit Progesteron empfohlen, um die Entstehung einer Schwangerschaft zu fördern.

Erfolgsaussichten

Nach Datenlage in der Literatur hängt der Prozentsatz der Schwangerschaften pro Zyklus stark von der Indikation ab, liegt aber in der Regel bei Insemination mit Sperma des Partners (HAI) im Bereich zwischen 4 und 14%. Die Statistik unseres Zentrums liegt in diesem Fall bei 20% Schwangerschaften pro Zyklus, obwohl diese Zahl wie in der Literatur je nach Indikation stark variiert.

Intrazytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI)

ICSI wird durchgeführt, wenn:

  • eine geringe Anzahl von Spermien mit normaler Morphologie und Mobilität vorliegt.
  • es Probleme beim Eindringen und Verschmelzen der Spermien mit der Eizelle gibt.
  • wenn klassische IVF erfolglos ist.
  • wenn die Akrosomenreaktion der Spermien gestört ist.
  • wenn die Anzahl der Eizellen gering ist.
  • wenn ein großer Teil der Spermien abnorm geformt oder unbeweglich ist

Die Intrazytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI) ist eine Zusatzmaßnahme im Rahmen der IVF bei stark beeinträchtigter Samen-Qualität.
Die wesentlichen Schritte bis zur Eizellgewinnung sind identisch (siehe in-vitro-Fertilisation). Die Eizellen werden aber nicht, wie beim IVF, mit Spermien inkubiert, sondern an einer Haltepipette fixiert.
Unter einem speziellen Mikroskop wird dann ein einzelnes Spermium in eine Injektionspipette aufgezogen und direkt in die Eizelle injiziert.

ICSI, auch Mikroinjektion genannt, ahmt somit den natürlichen Vorgang des Eindringens eines Spermiums in die Eizelle nach. Durch Nutzung der ICSI-Technik gelingt es, auch für Männer mit stark eingeschränkten Samenbefunden ähnliche Befruchtungs- und Schwangerschaftraten zu erreichen wie beim konventionellen IVF.