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Blastozystenkultur

Der Embryotransfer, bei dem die ausgewählten Embryonen in die Gebärmutterhöhle der Frau zurückgegeben werden, findet entweder 2 bis 3 Tage nach der Eizellentnahme statt oder 5 Tage später. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich entwicklungsfähige Embryonen in einem bereits vorgerückten Entwicklungsstadium, das als „Blastozyste“ bezeichnet wird. Nicht jeder Embryo erreicht das Blastozystenstadium – abhängig vor allem vom Alter der Frau schaffen dieses etwa 30% bis 60% aller befruchteten Eizellen. Die übrigen Embryonen stellen die weitere Entwicklung zu einem früheren Zeitpunkt ein. Um also die entwicklungsfähigen Embryonen von den anderen unterscheiden zu können, ist es in vielen Fällen sinnvoll, erst am 5. Entwicklungstag die Embryonen für den Transfer auszuwählen. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, ist so besonders hoch. Selbstverständlich ist dies – entgegen oft anderslautender Meinungen – auch in Deutschland erlaubt.

In anderen Fällen – vor allem dann, wenn nur ein oder zwei Embryonen für einen Transfer vorhanden sind – übertragen wir diese bereits am 2. oder 3. Tag nach der Eizellentnahme zurück in die Gebärmutterhöhle. In jedem Fall beraten wir Sie ausführlich zu diesem Thema und wählen dann mit Ihnen gemeinsam den idealen Transferzeitpunkt aus.

Seit vielen Jahren beschränken wir uns am Hormon- & Kinderwunschzentrum Großhadern auf den gleichzeitigen Transfer von maximal 2 Embryonen. Wir sind der Meinung, dass wir Ihnen damit eine optimale Schwangerschaftswahrscheinlichkeit ermöglichen, ohne das Risiko für höhergradige Mehrlingsschwangerschaften unnötig zu erhöhen.