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Allgmeine Informationen

Im Rahmen unseres Spezialbereichs bieten wir eine eigene Sprechstunde für Frauen mit wiederholten Fehlgeburten an.

Der Verlust einer Schwangerschaft stellt ein sehr schmerzliches Ereignis für das betroffene Paar und für die betroffene Mutter dar. Sie sollten sich nach einer Fehlgeburt unbedingt Zeit nehmen, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch / seelisch mit diesem Erleben zu Recht zu kommen. Oft werden Ihnen Freunde und Familienmitglieder beistehen können. In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, die Hilfe von Psychologen oder auch von anderen betroffenen Paaren (Selbsthilfegruppen) zu suchen.

Was bedeutet eine Fehlgeburt für weitere Schwangerschaften?

Von großer Bedeutung ist die Frage nach Konsequenzen einer oder mehrerer Fehlgeburten für eine weitere Schwangerschaft. Prinzipiell ist eine einzelne, sog. sporadische Fehlgeburt (Spontanabort) eine sehr häufige Schwangerschaftskomplikation. Mindestens 15 bis 20 % aller Schwangeren sind hiervon betroffen. Für eine weitere Schwangerschaft ist das Risiko einer wiederholten Fehlgeburt zunächst nicht erhöht. Im allgemeinen empfiehlt man deshalb, wieder eine Schwangerschaft anzustreben, sobald man sich dazu körperlich und vor allem seelisch wieder bereit fühlt.

Gehäufte Fehlgeburten (rezidivierende Aborte)

Wenn allerdings zwei oder gar häufiger Abgänge nacheinander aufgetreten sind, steigt damit auch das Risiko für einen weiteren Abort. In dieser Situation ist es ratsam, zunächst nach möglichen Ursachen für gehäufte Fehlgeburten zu fahnden, bevor man eine weitere Schwangerschaft anstrebt. Der Schmerz und die Belastung durch eine weitere Fehlgeburt sollten nicht riskiert werden, ohne vorher Therapiemöglichkeiten und Chancen für eine weitere Schwangerschaft zu kennen.

Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für wiederholte Fehlgeburten (rezidivierende Spontanaborte = RSA ) führen wir diagnostische Maßnahmen durch und erarbeiten mit Ihnen mögliche Therapien zur Optimierung der folgenden Schwangerschaft.

Bitte stellen Sie bereits vor ihrem ersten Besuch alle Informationen über bisherige Schwangerschaften mit den jeweiligen Verläufen zusammen. Wichtig sind Fragen zum medizinischen Verlauf (Ultraschalluntersuchungen, Herzaktion, Komplikationen). Schön wäre es, wenn sie Ihren Partner bei der Erstvorstellung mitbringen.
Fragen Sie auch in Ihrer Familie, ob es einzelne Familienmitglieder mit gehäuften Fehlgeburten oder Thrombosen (Blutpfropfen in den Venen) sowie Infarkten (speziell bei jüngeren Familienmitgliedern) gibt.