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Prinzip der extrakorporalen Herz-Lungen-Unterstützung

Die ECMO-Therapie kann in Abhängigkeit von der Indikation als veno-venöse (v-v) oder als veno-arterielle (v-a) Unterstützung betrieben werden. Die Nomenklatur der extrakorporalen Unterstützung mit Oxygenator wurde kürzlich geändert.

Die veno-arterielle ECMO zur kardialen Unterstützung wird als Extrakorporales Life Support System (ECLS) (Abb. 2 a) bezeichnet.

Die veno-venöse Unterstützung wird primär zur Lungenersatztherapie eingesetzt und als ECMO (Abb. 2 b) bezeichnet.

ECLS          ECMO                          

                                                                                                       

Schematische Darstellung Abb. 2a) ECLS und 2b) ECMO

 schematische Darstellung 

 

Extrakorporales Life Support System (ECLS) - Die Klinik kommt zum Patienten

Nach Berufung von Prof. Dr. med. Christian Hagl wurde an der Herzchirurgischen Klinik und Poliklinik mit der Einführung eines ECLS-Programms ein weiterer Schwerpunkt im herzchirurgischen Angebot geschaffen. Erstmals konnten Patienten von externen Kliniken mit Hilfe eines ECLS-Systems erfolgreich an die LMU verlegt werden.

An der LMU steht für solche Situationen ein Expertenteam mit spezieller Ausrüstung der Herzchirurgischen Klinik und Poliklinik bereit, das zum Ort des Geschehens kommen kann, um den Patienten für den Transport zu stabilisieren. Mit dieser neuen Transporteinheit (Abb. 1), die einen sicheren Transfer gewährleisten kann, ist es prinzipiell möglich, Patienten mit einem therapierefraktären Herz-Kreislauf-Versagen und/oder im kardiogenen Schock zu behandeln.

 

Transporteinheit_1 Tasche für die ECLS_1           

 

Abb. 1 ECLS Transport System

 

Dieses mobile System ermöglicht stabile Kreislaufverhältnisse, die weder durch medikamentöse Therapien noch durch Implantation einer intraaortalen Ballonpumpe (IABP) oder gar durch kardiopulmonale Reanimation erreichbar wären.

Mit dem Transportsystem können auch bisher nicht transportfähige Patienten verlegt werden. Die Anbindung zum Patienten erfolgt i.d.R. über die Leistengefäße.

Mit entsprechender fachlicher Expertise und Begleitung können diese Patienten dann auch mittels eines Intensiverlegungswagens oder eines Intensivhubschraubers an das Klinikum Großhadern zur weiteren medizinischen und ggf. herzchirurgischen Versorgung transportiert werden. In Kooperation mit der Schweizer Rettungsflugwacht (REGA) ist dieses sogar weltweit möglich.

 
 

Notfallrufnummern

Frühling_vs2 Klinikum Großhadern
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Deckblatt_HCH_1 5 Jahre Herzchirurgie (zum Blättern rechts unten öffnen)