Lehre

Die Lehre am Klinikum der LMU ist im Rahmen des Medizinischen Curriculums München, MeCuM, organisiert. Jeder Studierende durchläuft im klinischen Abschnitt des Medizinstudiums 6 Module. Der Pädiatrie-Unterricht ist in Modul 5, also am Ende der klinischen Ausbildung, angesiedelt.

Modul 5 trägt den Beinamen „die Lebensabschnitte“, weil hier thematisch ein Bogen über das ganze Leben eines Menschen gespannt wird, von der Geburt bis in das hohe Alter.

An der Abteilung für Kinderkardiologie werden sämtliche Lehrveranstaltungen zum MeCuM-Studiengang angeboten (Tutorials, Blockpraktikum, Longitudinal-Kurs, Kurs ambulante Versorgung), zum Teil auch in den Semesterferien.

Die Hauptvorlesung Kinderkardiologie ist Teil des Hauptvorlesungs-Rings Pädiatrie im Dr. v. Haunerschen Kinderspital.

Zusätzlich werden Famulaturen auf Station und in der kinderkardiologischen Ambulanz ermöglicht (Kontaktaufnahme direkt mit unserem Sekretariat).

Die Bewerbung und Einteilung zum PJ wird gemeinsam mit dem Dr. v. Haunerschen Kinderspital organisiert.

Durch die enge Kooperation mit ausländischen Universitäten speziell im südostasiatischen Raum besteht auch die Möglichkeit zu einer gezielten Auslands-Famulatur.

Prof. Dalla Pozza ist Beauftragter der Medizinischen Fakultät für den Studentenaustausch mit Asien – auch diesbezüglich kann eine Kontaktaufnahme zur Planung von Auslandsaufenthalten erfolgen.

12 Pädiatrische Vorlesungen

Die 12 pädiatrischen Vorlesungen behandeln wesentliche Fachgebiete der Kinder-heilkunde (Infektiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Stoffwechselmedizin, Neurologie, Onkologie, Hämostaseologie, Endokrinologie, Nephrologie, Kardiologie, Neonatologie, Ernährung) und werden in der Regel von den Abteilungsleitern gehalten.

6 Seminare 

Jeder Studierende besucht zudem 6 Seminare zu den folgenden Themen: Impfungen, Radiologie, Entwicklungsneurologie, Gastroenterologie, Notfälle und Kommunikationstraining. In einem Untersuchungskurs werden die Studierenden auf das Blockpraktikum vorbereitet. Es handelt sich um einen Säuglingsuntersuchungskurs, in dem die Besonderheiten der Anamnese und körperlichen Untersuchung im Säuglingsalter herausgearbeitet und geübt werden.

Problemorientiertes Lernen

In 8 zweistündigen POL-Tutorials bearbeiten die Studierenden 4 ausgewählte klinische Fälle. Unter der Leitung eines ärztlichen Tutors entwickeln sie dabei eigene Fragestellungen, Hypothesen und Lösungskonzepte. Jede Gruppe wird in der Regel 4 Wochen lang kontinuierlich von einem Tutor betreut.

Training differentialdiagnostischer Überlegungen 

Zum Training differentialdiagnostischer Überlegungen und zur Schärfung des klinischen Blickes erfolgt ein dreistündiges Repetitorium, in dem interaktiv anhand kurzer Fallvignetten und Bilder die diagnostische und therapeutische Vorgehensweise wichtiger pädiatrischer Krankheitsbilder diskutiert werden.

 

Kinderchirurgische Veranstaltungen

Integriert in die theoretischen Pädiatrie-Wochen finden kinderchirurgische Vorlesungen und Seminare zu den folgenden Themen statt: Neugeborenenchirurgie, pädiatrische Visceralchirurgie, Kindertraumatologie, Kinderurologie, pädiatrisch-plastische Chirurgie, Spina bifida und Hydrocephalus, spezielle kinderchirurgische-onkologische Forschung.

 

Online-Seminar

Zusätzlich vertiefen die Studierenden parallel zum theoretischen Unterricht ihr Wissen  in einem pädiatrischen Online-Seminar, welches sowohl der Vorbereitung als auch der Ergänzung des Präsenzunterrichtes dient. Es besteht aus 6 CASUS-Lernfällen und 2 video-gestützten Lerneinheiten („Age-Guessing“, „Einführung in die Kinderuntersuchung“). Für Studierende, die sich besonders für Pädiatrie interessieren, stehen weitere 5 Lernfälle zur freiwilligen Bearbeitung zur Verfügung. Das erfolgreiche Absolvieren aller Fälle wird mit einem Zertifkat belohnt.

Blockpraktikum 

Im Anschluss an den vierwöchigen theoretischen Unterricht beginnt das einwöchige Blockpraktikum in Gruppen à 3 Studierenden, in dem diese den ärztlichen Alltag erproben sollen. Hieran sind mehr als 20 Intensiv- und Normalstationen, Ambulanzen und Tageskliniken beteiligt. Zuständig sind die Oberärzte der Abteilungen. Die Studierenden werden in den klinischen Alltag integriert, bekommen Patienten zugewiesen und sollen auf diesem Wege Kenntnisse, praktische Fertigkeiten und angemessenes ärztliches Verhalten vermittelt bekommen. Abschließend wird die Erstellung eines Arztbriefes zum betreuten Patienten gefordert. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, nachts oder am Wochenende in der pädiatrischen Notfallambulanz mitzuarbeiten. Die erbrachten Leistungen werden in einem Logbuch festgehalten, die Benotung erfolgt mithilfe eines standardisierten Bewertungsbogens.