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Elterninitiative

Die Elterninitiative - das sind Prinzessin Ursula von Bayern (links), seit der Gründung die erste Vorsitzende, Fürstin Inge von Wrede-Lanz (rechts), die zweite Vorsitzende, und die Journalistinnen Elke Reichart (mitte rechts) und Ulrike Reisch (mitte links).

Die Elterninitiative Kinderklinik Großhadern, ein als gemeinnützig anerkannter Verein, wurde im Oktober 1993 gegründet.

Ziel der Elterninitiative

Ursprüngliches Ziel war es, den Ausbau einer bis dahin nicht vorhandenen Kinderklinik im LMU-Universitätsklinikum Großhadern zu finanzieren. Von Beginn an wurde klar definiert, wie dies erreicht werden sollte: ohne Unkosten für Verwaltung, ohne Spesen, ohne Galaveranstaltungen (deren Organisation nur Spendengelder verschwenden würde), keine Hochglanzbroschüren, dafür aber viel persönlicher Einsatz. Die Elterninitiative hat durch diese seriöse und jederzeit "vor Ort" nachprüfbare Arbeit überzeugt: Bis zum Sommer 2007 wurden rund sieben Millionen Euro gesammelt.

Arbeit der Elterninitiative

Die Arbeit der Elterninitiative ausführlich zu schildern, würde zuviel Platz in Anspruch nehmen. Es ist darüber hinaus fast unmöglich, die Arbeit der engagierten Freundinnen - denn zu diesen sind sie im Laufe der vergangenen, inzwischen fast fünfzehnjährigen gemeinsamen Arbeit geworden - differenziert zu beschreiben. Zusammen haben sie unzählige Abende auf Benefiz-Veranstaltungen, die zu Gunsten der Elterninitiative stattfanden, zugebracht. Mehr noch ins Gewicht fällt indes die Arbeit "hinter den Kulissen": Wie viele Briefe entworfen und geschrieben wurden, wie viele Telefongespräche täglich mit Sponsoren, mit Ärzten, mit Behörden geführt wurden, um die optimale Ausstattung der Kinderklinik zu erreichen, wie viele Ad-hoc-Aktionen realisiert wurden, um bei Notsituationen in der Klinik einzuspringen (wenn zum Beispiel ein dringend notwendiger Brutkasten für ein Frühchen plötzlich fehlte) - das ist nirgendwo registriert worden. Und auch nirgendwo honoriert worden - die Mitglieder der Elterninitiative arbeiten seit Beginn ehrenamtlich, zusätzlich wurde jeder Brief, jede Briefmarke, jede Reise aus eigener Tasche bezahlt.

Rückendeckung kam von Anfang an von der Öffentlichkeit, die positiv auf den Vorschlag reagierte, jederzeit den Verbleib jeder einzelnen Spende nachprüfen zu können. Das Bayerische Wissenschaftsministerium wiederum stellte - nachdem die Elterninitiative die Anstoßfinanzierung für den Bau der neuen Station in Großhadern geleistet hatte - die weiteren Mittel großzügig zur Verfügung.

Die Münchner Abendzeitung war einer der ersten Förderer der Initiative. Mit der jährlichen Weihnachtsaktion "Ein Herz für kranke Kinder" machte sie das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt, half bei Organisation und Verwaltung und stellte jahrelang einen Teil der Erlöse aus der bekannten AZ-ARD-Gala "Stars in der Manege" als Spende zur Verfügung. Auch die "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks/Fernsehens und der Adventskalender der Süddeutschen Zeitung unterstützten die Kinderklinik Großhadern mit der Anschaffung dringend benötigter Großgeräte. Darüber hinaus gab es viele Großspender - Firmen, Banken, aber auch Privatpersonen -, die Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen für  die kranken Kinder in Großhadern organisierten, statt Weihnachtskarten Spendenschecks schickten oder Auktionen und Bälle für den guten Zweck veranstalteten. Nicht zu vergessen die vielen, vielen Einzelspendern von Münchner Bürgern, die fasziniert waren von der Idee einer hoch spezialisierten Kinderklinik am Universitätsklinikum Großhadern.

Geschichte der Abteilung

Die  Kinderabteilung wurde am 29. September 1997 vom ehemaligen Wissenschaftsminister Zehetmair feierlich eröffnet, am 3. Mai 1999 kam die Kinderambulanz dazu.

Die Elterninitiative finanzierte in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsbauamt große Teile des Umbaus der Station G9 in Großhadern und des Ausbaus der Ambulanz. Gezahlt wurde und wird für hochmoderne Geräte der Intensiv- und Normalstation, für die im Krankenhausbudget keine Mittel zur Verfügung stehen. Gelder bereit gestellt wurden und werden aber auch für Arbeitskräfte -  für die Psychologin zum Beispiel,  die sowohl von kleinen Patienten als auch von ihren oftmals überforderten und verzweifelten Eltern dringend gebraucht  wird. Angeschafft wurden Spielzeug, Bücher und Möbel für das Kinderspielzimmer, Geschirr, Mikrowelle und Kühlschrank für den Elternaufenthaltsraum ebenso wie bequeme Liegestühle und Kissen für die Mütter von Frühgeborenen.

Unabhängig von diesen "Tages-Notwendigkeiten" hat die Elterninitiative aber auch Geld in zukunftsweisende Forschungs-Projekte gesteckt, die Fortschritte für die  Behandlung schwerkranker kleiner Patienten bringen.

So fördert sie die Entwicklungen neuer Verfahren, um Kindern bei der Behandlung bestimmter Herzfehler eine offene Herzoperation zu ersparen. Auch hilft sie mit, die Transplantationsmedizin, mit der in Großhadern schon bei Herz/Lungen-Transplantationen auch im Kindesalter weltweit einzigartige Erfolge erzielt werden, für andere Organsysteme (Leber und Niere) in gleicher Weise zu etablieren.

Langfristiges Ziel ist es, am Klinikum der Universität in Großhadern eine Kinderklinik im Sinne eines Mutter/Kind-Zentrums und eines großen Kinder-OP-Zentrums zu errichten. 

 


Spendenkonto

Bankhaus Reuschel 1004256 | BLZ 70030300 Münchner Bank 990 | BLZ 70190000