Über uns

Team

Das Team zur Erstellung eines Maßnahmenplans für die stationären Pflege arbeitet am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin und am Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin.

Dr. phil. Julia Schoierer: Projektleitung, Medizinpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Julia Schoierer promovierte an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der LMU in München im Schwerpunkt Medizinpädagogik. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dr. von Haunerschen Kinderspital, ist sie seit einigen Jahren als Projektleitung am Institut für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums München tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels.


Hanna Mertes: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Master of Science in Public Health

Hanna Mertes absolvierte an der Universität Bielefeld ihr Masterstudium in Public Health. Vorausgegangen ist das Bachelorstudium „Health Communication“, ebenfalls an der Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Ihr Studienschwerpunkt waren die gesundheitlichen Auswirkungen von Umweltstressoren, was auch die folgenden Stationen in Lissabon (Chemikalienexposition im Alltag) und Hamburg (berufsbedingte Exposition gegenüber Umweltschadstoffen) zeigten. Im Dezember 2016 hat Hanna Mertes den Weg an das Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der Universität München, Arbeitsgruppe Globale Umwelt-Gesundheit gefunden. Seitdem beschäftigt sie sich mit den Folgen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit.


PD Dr. Stephan Böse-O'Reilly: Kinder- u. Jugendarzt, Umweltmedizin, Master of Public Health

PD Dr. med. Stephan Böse-O'Reilly ist habilitiert für den Bereich Umweltmedizin und Public Health. Als Kinder- und Jugendarzt interessiert er sich vor allem für die Zusammenhänge von Kind, Umwelt und Gesundheit. Er leitet die Arbeitsgruppe Globale Umwelt-Gesundheit am Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der Universität München. Forschungsschwerpunkte sind gesundheitliche Folgen des Klimawandels, Quecksilberbelastungen im Goldbergbau, Bleibelastung von Kindern, Globale Gesundheit und Umweltverschmutzung.


Birgit Wershofen: Master of Science Nursing Studies, Lehrerin für Pflegeberufe, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Birgit Wershofen, ist Lehrerin für Pflegeberufe und studierte in Cardiff, Großbritannien Pflegewissenschaft (MScN). Seit 2012 umfasst ihr Aufgabenfeld am Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin die Konzeption, Durchführung und Evaluation von interprofessionellen Lernprojekten. Zudem ist Frau Wershofen Koordinatorin des interprofessionellen Graduiertenkollegs ILEGRA. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums München bringt sie ihre pflegewissenschaftliche und didaktische Expertise in der Entwicklung von Maßnahmen zu gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels mit ein.


Dr. rer. biol. hum. Katharina Deering: M.A. und wissenschaftliche Mitarbeiterin

Frau Katharina Deering, M.A. ist seit Dezember 2016 als Doktorandin in der Humanbiologie am Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin tätig. Seit Anfang 2019 arbeitet sie, neben noch anderen Forschungstätigkeiten, bei verschiedenen Projekten zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit mit.


Colin O'Reilly: Studentische Hilfskraft

Colin O'Reilly ist 2016 nach zwei Semestern Sportwissenschaft B.Sc. an der Technischen Universität München an die Universität Bayreuth gewechselt und studiert dort Sportökonomie im Bachelorstudium. Während seiner Zeit in München ist er Teil der Arbeitsgruppe Globale Umwelt-Gesundheit geworden und unterstüzt diese seither als studentische Hilfskraft.


Bisherige Arbeiten

Bildungsmodule für Kinder- und Jugendärzte/-innen - Förderkennzeichen 03DAS073 - (2016 bis 2019)

Ziel des Projektes war es, wissenschaftliche Kenntnisse zu klimawandelbedingten gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Jugendliche zu vermitteln sowie nötige Fähigkeiten für neue Herausforderungen in Diagnostik, Therapie und Prävention zu schaffen, um somit präventiv und kurativ adäquat handeln zu können. Klimawandelbedingte gesundheitliche Gefahren werden die Gesundheitssysteme zunehmend vor neue Herausforderungen stellen. Zu nennen seien hier beispielsweise hitzebedingte Gesundheitsprobleme, Allergien und Atemwegserkrankungen sowie Neuauftreten von Infektionskrankheiten, erhöhtes Hautkrebsrisiko aufgrund starker UV-Strahlung und Unfälle aufgrund von Extremwetterereignissen und infolgedessen psychische Belastungen. Kinder gelten hierbei aufgrund ihrer Vulnerabilität als eine spezielle Risikogruppe für zahlreiche Umweltbelastungen und für die Exposition gegenüber klimawandelbedingten Faktoren. Daher ist es wichtig im Gesundheitssektor die Kenntnisse über gesundheitliche Folgen des Klimawandels zu verbessern.

Bildungsmodule für Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonen - Förderkennzeichen 67DAS093 - (2016 bis 2018)

Der Klimawandel wird einen zunehmenden Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Hitzeperioden spielen dabei eine maßgebliche Rolle und betreffen insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen, welche sich oftmals nur unzureichend an Hitzeereignisse anpassen können. Über die Zugangswege der hausärztlichen Versorgung sowie der ambulanten Dienste kann eine engmaschige Betreuung der Risikogruppe gewährleistet werden. Ziel des Projektes war es, ein interprofessionelles Bildungsmodul für Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonen in Bezug auf hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme zu entwickeln und pilothaft umsetzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde zu MultiplikatorInnen einer adäquaten gesundheitlichen Versorgung während Hitzeperioden fortgebildet. Der Blick in die Aus- und Fortbildungsordnung von MFAs und Pflegepersonen zeigte, dass hitzeassoziierte gesundheitliche Probleme bisher eine untergeordnete Rolle spielten. Deren Wichtigkeit nimmt jedoch zu, da mit dem Klimawandel Hitzetage und Hitzewellen in Deutschland häufiger werden. Das Lehrmaterial beachtete die Besonderheiten der ambulanten Pflege und ist zusätzlich auf weitere Gesundheitsberufe übertragbar.

WHO Kind und Umwelt (2017)

Unter Mitarbeit des Antragstellers Böse-O´Reilly wurden in einer Arbeitsgruppe der WHO zu Kind, Umwelt und Gesundheit, Trainingsmaterialien für Health Care Providers erstellt, u.a. das Modul Quecksilber und Tabakrauch (www.who.int).

Präventionsassistentin (vorlaufend)

2003 wurde unter Mitarbeit des Antragstellers ein erstes Fortbildungscurriculum „Präventionsassistentin“ für Medizinische Assistenzberufe und vergleichbare Berufsgruppen mit Unterstützung vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (Projekt-Nr. 328-1720/55) entwickelt und als Curriculum „Prävention im Kindes- und Jugendalter“ 2008 von der Bundesärztekammer anerkannt. Das Curriculum wird von der Deutschen Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter angeboten und hat sich als eigenständiges Fortbildungsangebot an sechs Kursstandorten etabliert (www.praeventionsassistentin.de). Bislang konnten über 800 Präventionsassistentinnen ausgebildet werden. Kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung in Form von Kursevaluationen, aber auch im Rahmen zweier umfangreicher Studien (Dissertation der Antragstellerin, Bachelorarbeit) werden die Bedürfnisse der Zielgruppe überprüft und eine stetige Verbesserung des Kursangebotes gefördert.

Climate Trap (2009 bis 2012)

„Climate Trap” (CT) (EU Project no: 2008 11 08) steht für „Climate Change Adaption by Training, Assessment and Preparedness” of the Health Care System to Climate Change (www.climatetrap.eu). Dieses Projekt wurde von mehreren Europäischen Partnern im Zeitraum Mai 2009 bis April 2012 durchgeführt. Hauptziel von CT war die Stärkung der Neuausrichtung des Gesundheitssektors zu den gesundheitlichen Auswirkungen durch die wichtigsten Stressoren in Klimawandel im Zusammenhang mit wichtigen europäischen Aktionsplänen und Anpassungsstrategien. Methodisch wurden dazu „Fact Sheets“ zu den wichtigsten Stressoren (wie Hitze, Luftverschmutzung usw.) sowie eine Analyse erstellt wie sich diese Stressoren in Zukunft entwickeln und welche Auswirkungen sie auf Gesundheit und somit auch auf Gesundheitssysteme haben. Diese Ergebnisse wurden in drei internationalen und mehreren nationalen Workshop Gesundheitsexperten vorgestellt, um einen Wissenstransfer zu erreichen, Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen und Anregungen zu weiterem Handeln zu geben.

FINKO (Förderung der interprofessionellen Kommunikation)

Im Rahmen der Ausschreibung von der Robert Bosch Stiftung "Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen" wurde ein Seminar zur Förderung der interprofessionellen Kommunikation entwickelt und eingeführt (Bewilligungsnummer: 32.5.A381.0019.1). In dem Seminar FInKo lernen Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen und Medizinstudierende sich strukturiert in interprofessionellen Fallbesprechungen auszutauschen. Der gemeinsam entwickelte Therapieplan wird in einer simulierten Visite dem Patienten vorgestellt. Erste Ergebnisse der gemeinsamen Lernsituation wurden auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt, sowie die weitere Entwicklung von effektiven interprofessionellen Lernsituationen in mehreren Workshops angeregt. Inzwischen befindet sich das Seminar in der Implementierungsphase in die Curricula von Pflege und Medizin