Über uns

Team

Das Team zur Erstellung eines Maßnahmenplans für die stationären Pflege arbeitet am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin und am Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin.

  • Dr. phil. Julia Schoierer: Projektleitung, Medizinpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Hanna Mertes, Master of Public Health und wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • PD Dr. Stephan Böse-O'Reilly: Arbeitsgruppenleiter Global Umweltgesundheit
  • Birgit Wershofen: Master of Science Nursing Studies, Lehrerin für Pflegeberufe, wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Katharina Deering, M.A. und wissenschaftliche Mitarbeiterin

Bisherige Arbeiten

Bildungsmodule für Kinder- und Jugendärzte/-innen

Ziel des Projektes ist es, wissenschaftliche Kenntnisse zu klimawandelbedingten gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Jugendliche zu vermitteln sowie nötige Fähigkeiten für neue Herausforderungen in Diagnostik, Therapie und Prävention zu schaffen, um somit präventiv und kurativ adäquat handeln zu können.

Klimawandelbedingte gesundheitliche Gefahren werden die Gesundheitssysteme zunehmend vor neue Herausforderungen stellen. Zu nennen seien hier beispielsweise hitzebedingte Gesundheitsprobleme, Allergien und Atemwegserkrankungen sowie Neuauftreten von Infektionskrankheiten, erhöhtes Hautkrebsrisiko aufgrund starker UV-Strahlung und Unfälle aufgrund von Extremwetterereignissen und infolgedessen psychische Belastungen.

Kinder gelten hierbei aufgrund ihrer Vulnerabilität als eine spezielle Risikogruppe für zahlreiche Umweltbelastungen und für die Exposition gegenüber klimawandelbedingten Faktoren. Daher ist es wichtig im Gesundheitssektor die Kenntnisse über gesundheitliche Folgen des Klimawandels zu verbessern.

Bildungsmodule für Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonen

Der Klimawandel wird einen zunehmenden Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Hitzeperioden spielen dabei eine maßgebliche Rolle und betreffen insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen, welche sich oftmals nur unzureichend an Hitzeereignisse anpassen können. Über die Zugangswege der hausärztlichen Versorgung sowie der ambulanten Dienste kann eine engmaschige Betreuung der Risikogruppe gewährleistet werden.

Ziel des Projektes ist es, ein interprofessionelles Bildungsmodul für Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonen in Bezug auf hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme zu entwickeln und pilothaft umsetzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu MultiplikatorInnen einer adäquaten gesundheitlichen Versorgung während Hitzeperioden fortgebildet.

Der Blick in die Aus- und Fortbildungsordnung von MFAs und Pflegepersonen zeigt, dass hitzeassoziierte gesundheitliche Probleme bisher eine untergeordnete Rolle spielen. Deren Wichtigkeit nimmt jedoch zu, da mit dem Klimawandel Hitzetage und Hitzewellen in Deutschland häufiger werden. Das Lehrmaterial beachtet die Besonderheiten der ambulanten Pflege und ist zusätzlich auf weitere Gesundheitsberufe übertragbar.

Präventionsassistentin

2003 wurde unter Mitarbeit des Antragstellers ein erstes Fortbildungscurriculum „Präventionsassistentin“ für Medizinische Assistenzberufe und vergleichbare Berufsgruppen mit Unterstützung vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (Projekt-Nr. 328-1720/55) entwickelt und als Curriculum „Prävention im Kindes- und Jugendalter“ 2008 von der Bundesärztekammer anerkannt. Das Curriculum wird von der Deutschen Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter angeboten und hat sich als eigenständiges Fortbildungsangebot an sechs Kursstandorten etabliert (www.praeventionsassistentin.de). Bislang konnten über 800 Präventionsassistentinnen ausgebildet werden. Kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung in Form von Kursevaluationen, aber auch im Rahmen zweier umfangreicher Studien (Dissertation der Antragstellerin, Bachelorarbeit) werden die Bedürfnisse der Zielgruppe überprüft und eine stetige Verbesserung des Kursangebotes gefördert.

Climate Trap

„Climate Trap” (CT) (EU Project no: 2008 11 08) steht für „Climate Change Adaption by Training, Assessment and Preparedness” of the Health Care System to Climate Change (www.climatetrap.eu). Dieses Projekt wurde von mehreren Europäischen Partnern im Zeitraum Mai 2009 bis April 2012 durchgeführt. Hauptziel von CT war die Stärkung des Vorbereitetseins des Gesundheitssektors zu den gesundheitlichen Auswirkungen durch die wichtigsten Stressoren in Klimawandel im Zusammenhang mit wichtigen europäischen Aktionsplänen und Anpassungsstrategien. Methodisch wurden dazu „Fact Sheets“ zu den wichtigsten Stressoren (wie Hitze, Luftverschmutzung usw.) sowie eine Analyse erstellt wie sich diese Stressoren in Zukunft entwickeln und welche Auswirkungen sie auf Gesundheit und somit auch auf Gesundheitssysteme haben. Diese Ergebnisse wurden in 3 internationalen und mehreren nationalen Workshop Gesundheitsexperten vorgestellt, um einen Wissenstransfer zu erreichen, Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen und Anregungen zu weiterem Handeln zu geben.

WHO Kind und Umwelt

Unter Mitarbeit des Antragstellers Böse-O´Reilly wurden in einer Arbeitsgruppe der WHO zu Kind, Umwelt und Gesundheit, Trainingsmaterialien für Health Care Providers erstellt, u.a. das Modul Quecksilber und Tabakrauch (www.who.int).

FINKO (Förderung der interprofessionellen Kommunikation)

Im Rahmen der Ausschreibung von der Robert Bosch Stiftung "Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen" wurde ein Seminar zur Förderung der interprofessionellen Kommunikation entwickelt und eingeführt (Bewilligungsnummer: 32.5.A381.0019.1). In dem Seminar FInKo lernen Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen und Medizinstudierende sich strukturiert in interprofessionellen Fallbesprechungen auszutauschen. Der gemeinsam entwickelte Therapieplan wird in einer simulierten Visite dem Patienten vorgestellt. Erste Ergebnisse der gemeinsamen Lernsituation wurden auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt, sowie die weitere Entwicklung von effektiven interprofessionellen Lernsituationen in mehreren Workshops angeregt. Inzwischen befindet sich das Seminar in der Implementierungsphase in die Curricula von Pflege und Medizin