Extreme Wetterereignisse

Während Hitze als extremen Wetterereignis viel Aufmerksamkeit zuteilwird, neben den gesundheitlichen Folgen auch bedingt durch Dürre, Trockenheit und schwindende Wasserressourcen, werden aber auch Stürme und extreme Niederschlagsereignisse zunehmen. Beispielsweise Starkregen oder Gewitterzellen, die sehr kleinräumig abregnen, daher kaum voraussagbar sind und aufgrund der großen Wassermenge in kurzer Zeit auch Überschwemmungen auslösen können.

Während in Ländern wie Deutschland das unmittelbare Mortalitäts- und Verletzungsrisiko gering ist, zeigen Studien und Berichte betroffener Gemeinden die psychischen Folgen, die mit dem Erleben eines solchen Ereignisses einhergehen und langfristig andauern können.

Sekundäre Stressoren, die im Nachgang eines Extremwetterereignisses auftreten können eine langfristige Belastung darstellen und sich auf die Psyche auswirken.


Inhalte der Fortbildungseinheit „Extremes Wetter – welche Spuren hinterlassen Stürme und Überschwemmungen bei den Kindern?“:

  • Das 21. Jahrhundert – Zeit des extremen Wetters
  • Extremwetterereignisse & Klimawandel, deutsche Perspektive
  • Primäre und sekundäre Stressoren und deren Auswirkungen auf die seelische Gesundheit
  • Studienergebnisse, Langzeitauswirkungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Resilienz
  • Implikationen für die Praxis

Vortrag

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Videos der Vorträge in kurzen Sequenzen

... folgen in Kürze.


Weiterführende Informationen

Beispielhaft und zur besseren Veranschaulichung sei auf die folgenden Berichte aus Simbach am Inn verwiesen, das im Jahr 2016 nach einem Starkregenereignis überflutet wurde.


Literaturhinweise

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